Samstag, 14. April 2018

Mapo Tofu vegetarisch


Hier im clubzimmer wird es ja immer verrückter. Nicht nur, dass unser Pastatopf, der Jahrzehnte der Dauerbrenner auf dem Herd war, inzwischen so etwas wie Hartz 4 beantragt hat, weil er kaum mehr Beschäftigung findet. 

Jetzt wird im clubzimmer sogar Tofu gegessen. Und zwar nicht nur ab und an und dann mit spitzen Zähnen. Nix da. Gegenwärtig beherbergt unser Kühlschrank drei verschiedene Arten von Tofu. Und eine muss es immer sein, nämlich der geräucherte Tofu. Der schmeckt alles andere als nix und eignet sich aufgrund der Röst- bzw. Räucheraromen ganz vorzüglich dazu, klassische Hackfleischgerichte wie Bolognese oder eben Mapo Tofu nachzukochen. 

Mit Mapo Tofu ist das nämlich so eine Sache. Schon der Gedanke an dieses gerne richtig scharfe Gericht lässt meine Augen glänzen. Doch Hackfleisch ist keine Option im clubzimmer und der Weg zum Chinesen weit. Lange stand ich mir selbst auf der Leitung, bis mir eines Tages einfiel, doch eben Räuchertofu zu nutzen. Und da wir ja gerade auf der koreanischen Welle surfen, wurde das Mapo Tofu kurzerhand etwas koreanisch gepimpt, was ihm keineswegs schadet.

Das Ende vom Lied: Steht nun jede Woche auf dem Tisch, denn dieses vegetarische Mapo Tofu ist der Hit und hat es raketenartig in die Top 10 des clubzimmers geschafft!


Rezept für zwei Personen

Ingwer
Knoblauch
Zwiebel

1 Pckg Räuchertofu, fein gehackt
200g festen weiße Tofu in Würfeln

1/2 Chinakohl, fein geschnitten

1 EL Speisestärke

Pflanzenöl
Sesamöl
Frühlingszwiebeln

Sauce
1 EL Gochugaru (koreanisches Chilipulver, ihr könnt aber auch anderes nehmen)
1 EL Doenjang
1 EL Mirin
1 EL Soja
1 EL Zucker


Zubereitung
1) Die Zwiebel in feine Ringe schneiden, Ingwer und Knoblauch (Menge nach Geschmack) fein hacken und im Wok mit etwas Pflanzenöl anbraten. Den fein gehackten Räuchertofu darin dann scharf anbraten und dann den Chinakohl hinzugeben, bis er zusammenfällt
2) Alle Zutaten für die Sauce verrühren und mit etwas Wasser hinzugeben. Kurz aufkochen lassen und die weißen Tofuwürfel vorsichtig unterheben. Die Speisestärke in etwas Wasser auflösen und einrühren
3) Wenn die Sauce gebunden ist, mit etwas Reis servieren und mit ein paar Tropfen Sesamöl und Frühlingszwiebelröllchen garnieren

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!


Samstag, 31. März 2018

Koreanischer Pfannkuchen- Haemul Pajeon



Wie Ihr sicherlich wisst, seid Ihr immer clubzimmer immer gut aufgehoben, wenn Euch nicht der Sinn nach Festtagsgerichten steht - hier gibt es weder Österliches, noch Weihnachtliches. 

Stattdessen haben wir kulinarisch mal wieder nach Korea gereist - diese Ausflüge machen wir inzwischen sehr häufig, eigentlich haben wir fast schon ein (gedankliches) Ferienhäuschen auf einer kleiner Insel zwischen Korea und Japan, so oft wie es im clubzimmer japanische oder koreanische Gerichte gibt. 

Einer meiner ausgesprochenen koreanischen Favoriten ist dieser Pfannkuchen. Das Klebreismehl macht hierbei genau das, was es verspricht: Das Pfannkucheninnere so richtig schön klitschig, dafür ist er außen knusprig kross. Diese Variante mit Frühlingszwiebeln ist die Alltagsversion - wer ihn pimpen möchte, kann sehr gerne Meeresfrüchte oder auch Octopus hinzugeben. Und natürlich schmeckt die scharfe Sauce vom Bimbimbap als Dip ganz hervorragend dazu! 

Rezept für einen Pfannkuchen
(als Vorspeise für zwei-vier Personen)

3-4 Frühlingszwiebeln, längst halbiert
Sonnenblumenöl
100g Mehl (Typ 405)
3 gestrichene Esslöffel Klebreismehl (oder Speisestärke)
Prise Salz
1 fein gehackte Knoblauchzehe
1 TL gerösteter Sesam
2 TL Sesamöl
2 verquirlte Eier
150 ml kaltes Mineralwasser


Zubereitung
1. Die Frühlingszwiebeln in etwas Sonnenblumenöl in einer Pfanne anbraten
2. Alle Zutaten für den Pfannkuchen mit einem Schneebesen zu einem glatten, flüssigen Teig verrühren und über die angebratenen Frühlingszwiebeln giessen. Bei mittlere Hitze 3-4 Minuten backen, dann vorsichtig wenden
3. Auf einen Teller gleiten lassen, in kleine Stücke zerteilen und mit Dip servieren

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer!

Dienstag, 20. März 2018

Japanischer Kartoffelsalat



Nein, nein, nein ... ich jammer nicht, dass es nicht endlich Frühling wird. Bemerke nur ganz sachlich an, dass es auch für die Fotoqualität wirklich besser wäre, mal wieder mit Licht verwöhnt zu werden. So müsst Ihr mir einfach glauben, dass der Kartoffelsalat in Wirklichkeit von heller, lichter Farbe ist, so wie es sich gehört. 

Das Rezept hierfür entspringt Stevan Pauls "Meine japanische Küche". Der Praxistest im clubzimmer zeigt, dass sein Anliegen, die japanische Küche alltagstauglich für uns zu machen, sehr gelungen ist. Wir kochen seid Monaten die Rezepte rauf und runter und gerade an Abenden, wenn uns so gar nichts mehr einfallen mag, Energie und Inspiration auf unterstem Dezembergraulevel rumdösen, finden wir in diesem Kochbuch immer etwas, wonach uns der Sinn steht. Also sollte einer von Euch dieses Kochbuch noch nicht im Regal stehen haben- kaufen!

Dieser Kartoffelsalat ist so simple, wie ergreifend. 500g Kartoffeln kochen, in Scheiben schneiden. Eine Mayonnaise anrühren, diese mit Wasabi würzen, über die Kartoffeln geben. Mit Furikake und ein paar Sprossen toppen. Anstatt einer klassischen Mayonnaise machen wir uns inzwischen ganz oft - auch auf Anregung von Stevan Paul hin - oft ein Dressing aus Seidentofu. Hierfür wird Seidentofu (ca. 150g) mit je 1 EL Mirin, heller Sojasauce und hellem Sesam püriert und mit ein paar Spritzern Limone abgeschmeckt. Leichter und tatsächlich frischer als Mayonnaise. Und man wird irgendwie zum Tofu Fan ....

Wie auch immer - lass es Euch schmecken!
Euer clubzimmer

Dienstag, 27. Februar 2018

Cavatelli mit Tomatensauce


Grosse Pastaliebe. Kommt auch noch vor im clubzimmer. Vor allen Dingen dann, wenn der Winter seine Klauen nicht lösen will, obwohl doch die Sehnsucht nach laueren Lüftchen und viel mehr Sonnenschein schon groß ist. Dann hilft ein Teller Pasta dabei, wenigstens ein wenig Sommerfeeling herbeizuzaubern. 

Und außerdem ist es herrlich kontemplativ, diese Pasta zu rollen. Denn die Cavatelli sind selbstgemacht und das funktioniert auch beim ersten Mal prima. Zwar fragt man sich am Anfang, wie um Gottes Willen diese Form zustande kommen soll, aber nach den ersten fünf Würschteldrehern klappt es dann. 

Für frischen Pastateig nehme ich inzwischen nur noch die apulische Variante ohne Ei. Mir gefällt sehr der Biss, irgendwie ist die Pasta fester, weniger schlonzig und nimmt dennoch ganz wunderbar die Sosse auf. 

Rezept für zwei Personen

Pasta
200g Semola
25g 00 Mehl
ca. 60ml Wasser

Sauce
Olivenöl
1 gehackte Knoblauchzehe
1 fein gehackte kleine Zwiebel
getrocknete Chili
1 Handvoll Cherrytomaten
1 kleines Gläschen Tomatensugo
Salz
Pfeffer
gehobelter Pecorino
Rucola

Zubereitung
1) Die beiden Mehlsorten miteinander vermengen, in der Mitte eine Kuhle buddeln und 2/3 des Wassers in die Kuhle schütten. Mit einer Gabel das Mehl einarbeiten und dann mit den Händen zu einem Teig kneten. Ist der Teig zu trocken und krümelig, in kleinen Mengen weiteres Wasser hinzuschütten und einarbeiten. Man braucht nicht soviel Wasser, wie man am Anfang denkt, durch das Kneten erhält der Teig seine Homogenität. In Frischhaltefolie wickeln und für eine Stunde ruhen lassen
2) Den Teig dann in vier gleich große Portionen teilen und diese zu Würsten ausrollen. Diese in Scheiben schneiden. Nun greift man sich mit dem Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand immer eine Scheibe in der Mitte und zieht sich unter sanftem Druck zu sich. Dabei rollt sich die Pasta über die Finger - idealerweise. Die so fertig gerollten Cavatelli auf einem bemehlten Tuch/Blech lagern und noch mal etwas ruhen lassen
3) Nun für die Sosse etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel und den Knoblauch und die Chili sanft anbraten. Die Cherrytomaten in die Pfanne drücken, das Tomatensugo hinzugeben und unter Rühren ein paar Minuten kochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken
4) Die Pasta in kochendem Salzwasser für 7-9 Minuten garen, dann tropfnass zur Sauce in die Pfanne geben, vorsichtig unterheben und auf Tellern verteilen. Mit Pecorino und Rucola bestreuen

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Montag, 29. Januar 2018

Bagel mit Lachs | Avocado | Ei | Miso





Belegtes Brötchen? Nix da. Das ist hier schon fast ne Superstulle, sorry, nen Superbagel. Denn das muss immer mal wieder sein. So ein feistes Rundstück, ofenwarm, dick und fett belegt, so dass es beim abbeißen tropft und kleckert - dann ist ne Stulle wirklich ne Superstulle. 

Momentan sind die Brotgelüste eher selten. Viel öfter entscheiden wir uns zum Mittagessen für einen Salat, am liebsten einen, der uns in einen asiatische Geschmackswelt entführt, wie mein neuer/alter/Allzeitliebling. Oder wir rollen den Salat in einen Wrap, was eine ideale und immer leckere Lösung für alle denkbaren Inhalte des Kühlschranks ist. 

Doch manchmal muss es eben Brot sein. Und so habe ich heute morgen geschwind einen Bagelteig angesetzt, denn das ist kein Hexenwerk und kann nebenher geschehen. Denn im Kühlschrank ruhte außerdem noch selbst gebeizter Lachs, ne Avocado findet sich immer. Und die Idee war, diesen amerikanischen Klassiker mit asiatischem Touch zu versehen. Gesagt, getan. Und aufgegessen. Still und schweigend. Weil lecker!

Rezept für vier Bagel

4 frische Bagel nach diesem Rezept
Salatblätter
1 Avocado
1 Limone
Salz
2 hartgekochte Eier
Gebeizten Lachs
100g Frischkäse
2 EL Miso
Sesamöl
Sesam

Zubereitung
Die Bagels backen. Avocado mit etwas Limonensaft und Salz mit einer Gabel zu grobem Mus zerdrücken (dann fluscht sie nicht so schnell vom Bagel). Den Frischkäse mit Miso und Limonensaft verrühren. 

Bagels halbieren und beide Hälften mit Miso-Frischkäse bestreichen. Das Salatblatt auflegen und den Lachs verteilen. Mit Sesamöl beträufeln, dann Ei und Avocado aufschichten. Mit Sesam bestreuen und den Deckel auflegen.

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Dienstag, 23. Januar 2018

Linsensalat mit Avocado | Radicchio | Miso




Das Jahr hat zwar noch keine Bart, es ist aber schon angeknabbert, ich gebe es ja zu. Das clubzimmer ist noch nicht so richtig in Schwung gekommen, wofür es mehrere Gründe gibt. Der banalste und naheliegendste Grund ist die Jahreszeit. Wenn es kaum hell wird, findet man auch kaum Tageslicht, um anständige Photos zu machen. Es sei denn, man kocht in der Zeit von 11-12 Uhr, was eher selten ist. 

Es liegt aber auch daran, dass so ein wenig die Inspiration fehlt. Wenn ich mir die Speisekarte anschaue, dann ist so vieles schon gekocht, alles mögliche schon ausprobiert. Wir sind im Moment auch ganz glücklich mit den derzeitigen Lieblingsspeisen, die allesamt bereits verbloggt sind. Der Wunsch nach Neuem ist derzeit gar nicht so groß, es genügt die Varianz, was sich ja auch in diesem Linsensalat widerspiegelt. 

Mal sehen, was 2018 dem clubzimmer an Impulsen bringt. Vielleicht braucht es auch einen neuen Anstrich, andere Beleuchtung und Einrichtung.

Doch heute gibt es erstmal diesen Linsensalat. Der sollte eigentlich schon am 1. Januar veröffentlicht werden, denn nach guter alter Tradition haben wir das Jahr tatsächlich mit einem Linsengericht begrüßt. Eine schöne Kombination, viel Umami, verschiedene Texturen - steht sicherlich nicht erst am 1. Januar 2019 wieder auf der Speisekarte!

Rezept für zwei Personen

150g Beluga Linsen
1 Avocado
1/2 Radicchio
Geräucherter Tofu

Miso-Dressing
1 EL Miso
Ingwer
2 EL Reisessig
1 TL Sesamöl
3 EL Sonnenblumenöl
1 EL Zucker

Zubereitung

1.) Die Linsen nach Anleitung al dente kochen. Die Avocado und den Radicchio zerkleinern, den Tofu würfeln und in einer Pfanne mit etwas Öl scharf anbraten
2.) Alle Zutaten für das Dressing verrühren.
3.) Alles zusammen in eine große Schüssel geben, vorsichtig vermengen und 20 Minuten ziehen lassen

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer!










Freitag, 22. Dezember 2017

Florentiner


Keine klassische Weihnachtsbäckerei, aber das überrascht zumindest regelmäßige Besucher des clubzimmers nicht, oder? Ihr seit garantiert schon überrascht genug, dass hier inzwischen regelmäßig etwas Süßes auftaucht. 

In den meisten Fällen überkommt es mich, mal etwas auszuprobieren oder jemanden zu "bebacken". Seltener habe ich selbst Appetit auf etwas Süßes - was allerdings im Fall der Florentiner dann doch so ist. Diese Vorliebe teile ich mit meinem lieben Schwiegervater, der allerdings noch nicht in den Genuss dieser selbstgebackenen Köstlichkeiten gekommen ist. 

Und, pssst: die sind sooooooooooo babykindereasy ......

Rezept für reichlich Florentiner

60g Zucker
1 EL guten Honig
40g Butter
70 ml Sahne
Salz
150g gehobelte Mandeln
60g Kuvertüre

Zubereitung
1) Den Backofen auf 160°C (Umluft) vorheizen. 
2) Zucker, Honig, Butter, Sahne und eine Prise Salz zusammen aufkochen und unter ständigem Rühren so lange kochen lassen, bis sie einen schönen Karamellton hat
3) Den Topf vom Herd nehmen und die Mandeln einrühren
4) Das Backblech mit Backpapier auslegen und die Mandelmasse darauf dünn verteilen. Für ca. 10 Minuten backen. Abkühlen lassen und in Stücke schneiden/brechen
5) Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und die Unterseite der Florentiner damit bestreichen. Trocknen lassen

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!