Montag, 14. August 2017

The Green Queen: Salat mit Avocado | Tomate | Radischen | pochiertem Ei


Natürlich wird hier im clubzimmer auch immer noch Salat gegessen, wobei mich ganz ehrlich gesagt diese ganz einfachen Salate, meinetwegen noch mit Tomate und Gurke ganz schön langweilen. 

Vielleicht bin ich bei Salat wirklich nen Prinzesschen geworden, denn da muss es schon mit Pimp und Pömp sein. Gerne unterschiedliche Texturen und Temperaturen und ein schmackiges Dressing ist quasi ein Must. 

Wunderbare Inspiration für neue und wirklich andere Salate habe ich in dem Buch "Bowls of Goodness. Vibrant vegetarian recipes full of nourishment" von Nina Olsson gefunden. 

  

Auch wenn der Titel dieses Kochbuchs so ein bisschen .... na ja, sehr glücklich erleuchtet ist - nicht abschrecken lassen! Mir gefällt die  Auswahl an Salaten, Suppen und anderen Bowls richtig gut, das Kochbuch macht Spass und vor allen Dingen ganz viel Appetit!

Dieser Salat -laut Kochbuch ein Frühstück - ist jedenfalls ein richtiger Schmackofatz!

Rezept für zwei Personen

Salat (bei uns ist es eine Mischung aus Römer, Radicchio, Rucola)
4 Radieschen in Scheiben
4 Cherrytomaten in Scheiben
1 Avocado
2 pochierte Eier
1 Handvoll Nüsse (Sonnenblumenkerne/Cashnews/Mandeln)
Salz
Pfeffer
Limonensaft
Chiliflocken

Dressing
2 EL Miso
3 EL Reisessig
3 EL Öl
fein gehackter Ingwer
1 EL Sesamöl
1 EL Honig

Geröstetes Sauerteigbrot

Zubereitung
1. Salat, Radieschen, pochierte Eier und Tomaten auf zwei Teller verteilen
2. Die Nüsse hacken und in einer Pfanne ohne Fett anrösten, salzen und mit Chiliflocken würzen. Ebenfalls verteilen
3. Die Avocado schälen, mit einer Gabel zerdrücken, mit dem Limonensaft beträufeln, salzen und pfeffern und verteilen
4. Alle Zutaten für das Dressing verrühren und über den Salat geben

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer

Rezept nach "Bowls of Goodness", Nina Olsson, Nourish Atelier

Mittwoch, 9. August 2017

Kimchijeon - Kimchi Pfannkuchen


Ja, schon wieder koreanisch. 
1. weil es lecker ist und 2. damit die liebe Anja doch noch zum koreanisch Essen ins clubzimmer kommt. Denn so manche(n) schreckt ein eingerührter pfannengerührter Kalmar ab. Das kann ich nur zu gut verstehen. Zumindest rein theoretisch. Praktisch nun ja nicht mehr. 

Und die koreanische Küche lebt von der Vielfalt auf dem Tisch, seitdem wir diese Küche für das clubzimmer entdeckt haben, stehen immer Gläser mit mariniertem Gemüse im Kühlschrank, die sich nicht nur wunderbar zu jedem Bibimbap machen, sondern auch eine einfache Stulle oder einen Wrap aufs Wunderbarste pimpen. 

Und zu besagter Vielfalt auf dem Tisch servieren wir gern einen Pfannkuchen. Ganz besonders gerne diese besonders würzige Variante, denn sie kommt ohne Ei aus, ist also auch für Anja alle Menschen mit Ei- Unverträglichkeit geeignet. Außerdem hat dieser Pfannkuchen eine ziemlich einzigartige Textur: Außen knusprig, innen herrlich lätschig - das übersetze bitte ein anderer, ich hoffe, Ihr versteht mich .....

Rezept für einen Pfannkuchen

150g Kimchi
100g Mehl
40g Klebreismehl (oder Speisestärke)
3 EL Kimchi-Saft
Salz


Dip
1 EL Soja
1 TL Reisessig
1 TL Gochugaru-Chilipulver
1 TL Sesam

Frühlingszwiebeln in kleinen Röllchen
Öl

Zubereitung
1. Alle Zutaten für den Dip miteinander verrühren
2. Das Kimchi zerkleinern. Mit den anderen Zutaten und 130 ml Wasser vermischen, bis ein dickflüssiger Teig entstanden ist
3. In einer großen Pfanne 2 EL Öl bei hoher Temperatur erhitzen und den Teig hineingießen. Mit einem Löffel zum Pfannenrand hin verteilen und ausbacken. Nach ca. 3 Minuten - die Unterseite sollte nun knusprig sein - wenden und weitere 2-3 Minuten backen. Auf einen Teller gleiten lassen, mit Frühlingszwiebeln und Sesam bestreuen und servieren

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer!

Montag, 7. August 2017

Ojingeo Bokkeum - Pfannengerührter scharfer Kalmar


Ja, auch im clubzimmer-Dorf ist nun angekommen, dass Koreanisch der heisseste Sch... ist. Also dachte ich so. Bis vorgestern. Da wurde mir klar gemacht, dass koreanisches Essen ja schon wieder sooooooooooooo einen langen Bart hat. Deshalb hat dann gestern auch ein neues Kochbuch Einzug gehalten:



Doch dazu ein anderes Mal mehr. 

Heute bleibt es koreanisch. Dann ganz unabhängig vom Grad der Hippness gefällt mir koreanische Küche gerade richtig gut. Sie ist nah an der japanischen, reduzierten Küche, hat die Schärfe thailändischer Küche - nur angenehmer, die Einfachheit chinesischer Gerichte und ist doch ganz besonders. 

Und sie schafft es sogar, mir Kalmar schmackhaft zu machen! Eigentlich kann ich damit ja wenig anfangen, weder Konsistenz noch Geschmack ist so wirklich meins. Doch auf diese Art und Weise pfannengerührt kann ich gar nicht genug davon bekommen!

Rezept für zwei Personen

500g Kalmare
Öl
1 Möhre, längst halbiert, dann quer in dünne Scheiben geschnitten
1 Zwiebel, halbiert und in Scheiben
3 Frühlingszwiebeln in längeren Stücken
2 TL Sesamöl
1 TL Sesam

Reis

Sauce
2 EL Gochujang-Chilipaste
1 EL Gochugaru-Chilipulver
1 EL Mirin
2 TL Soja
1 EL Honig
4 Knoblauchzehen, zerdrückt
Frischen geriebenen Ingwer

Zubereitung
1. Zunächst muss der Kalmar präpariert werden. Hierfür zieht man den Kopf samt Tentakeln aus dem Körper, die Flossen ab und entfernt die dünne Haut. Dann werden die Tuben aufgeschnitten, Reste der Innereien und das Schwert entfernt und mit kaltem Wasser abgewaschen. Abtupfen und mit einem scharfen Messer die Innenseiten rautenförmig einschneiden (nicht durchschneiden!). Die Tuben dann in ca. 5 cm große Stücke schneiden und auch die Tentakeln zurechtschneiden
2. Den Reis aufsetzen
3. Alle Zutaten für die Sauce miteinander verrühren
4. Das Öl in einer Pfanne bei hoher Temperatur erhitzen. die Möhren- und Zwiebelscheiben ca. 5 Minuten pfannenrühren, bis sie anfangen, weich zu werden. Die Kalmarstücke, Frühlingszwiebeln und die Sauce hinzugeben hinzugeben und  bei stärkster Hitze 2-3 Minuten pfannenrühren, bis die Kalmarstücke nicht mehr glasig sind. Von der Flamme nehmen und das Sesamöl untermischen
5. Den Reis und die Kalmarsauce verteilen und mit Sesam bestreuen

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!


Rezept aus "So kocht Korea" von Jordan Bourke & REjina Pyo

Freitag, 4. August 2017

Mit Blaubeerschnecken ins Wochenende


Es gibt Tage, die brauchen Schnecken. Denn Schnecken können trösten, mit Schnecken kann man feiern, Schnecken machen einen grauen Freitag strahlend, Schnecken läuten das Wochenende ein, mit Schnecken entlockt man einfach jedem Tag das Beste.

Und weil gute Dinge einfach gut sind, gibt es heute kein neues Rezept. Denn die Limonenschnecken sind nicht zu übertreffen. Aber zu variieren. Heute habe ich reichlich Blaubeeren hinzugegeben. So viele, dass ihr Saft erst über das Blech und dann über meine Finger lief. 

Herrlich! Kommt gut ins Wochenende und lasst es Euch schmecken!

Donnerstag, 3. August 2017

Franz- das 4-2-1 Roggensauerteigbrot


Ich gebe ja gerne zu, dass es mich nach dem ersten gelungenen Versuch mit Franziska in den Fingern gejuckt hat, auch einen Roggensauerteig anzusetzen. Gejuckt, getan - das war ehrlich gesagt der leichteste Teil der Übung. Denn natürlich habe ich den Sauerteig ansetzen wollen, um ein Roggensauerteigbrot backen zu können. 

Ganz naiv bin ich das genauso angegangen wie das Weizensauerteigbrot. Was ein Fehler war. Nur dem clubchef ist zu verdanken, dass dieses Experiment nicht schon mit der Startphase gleich wieder beendet wurde. Denn Roggenmehl verhält sich ganz anders als Weizenmehl - die Backprofis unter Euch werden jetzt breit grinsen. Ich habe nicht gegrinst, sondern ziemlich entsetzt diesen klebrigen Brei betrachtet, der sich so gar nicht dehnen und falten ließ .... Dann habe ich es eben gelassen, mit dem Dehnen und Falten ... immer mehr Mehl reingearbeitet und es dann letztendlich doch gebacken. Das Ergebnis hat mich dann überrascht, denn aus diesem komischen Mehlbrei wurde schon im ersten Versuch ein recht wohlschmeckendes Brot. Ein bisschen schwer, ein bisschen pappig, aber gut genug, um in die nächste Experimentierphase zu starten. 

Drei Versuche später bin ich nun bei Franz gelandet. Franz ist so, wie ich mir das vorgestellt habe. Ganz einfach in der Rezeptur und Handhabung und heraus kommt ein schön säuerliches Roggenbrot mit krosser Kruste, das lange saftig bleibt.



 Rezept für ein Brot

400g Roggenmehl (Typ 1150)
200ml Wasser
100g aktiver Roggensauerteig
10g Salz

Zubereitung
1. Alle Zutaten in einer Schüssel zu einem Teig verrühren. Einfach mit einem Holzlöffel, hier muss nichts lange geknetet werden 
2. Den Teig abgedeckt bei Zimmertemperatur für 6-10 Stunden ruhen lassen
3. Die Arbeitsfläche leicht bemehlen und den Teig rund falten. Das kann man ruhig öfter machen, ich habe ihn insgesamt zwölf mal von jeder Seite eingeschlagen. In ein Garkörbchen legen und 8-10 Stunden im Kühlschrank lagern
4. Den Ofen und den Pizzastein (auf der untersten Schiene) auf 250°C vorheizen. Den Brotteigling auf den Pizzastein stürzen, ca. 120 ml Wasser auf das Backblech schütten, das auf dem Ofenboden liegt und den Ofen sofort schließen. Nach 10 Minuten öffnen, ausdampfen lassen und die Temperatur auf 220°C senken. Für weitere 30 Minuten backen. Jetzt sollte das Brot hohl klingen. Auf einem Rost auskühlen lassen

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Montag, 17. Juli 2017

Dicke Bohnensuppe


Ganz große Bohnen Liebe. Die Dicken Bohnen und ich. Erbsen sowieso. Deshalb ist entzücktes Quietschen garantiert, wenn der Heimweg von einem schönen Elbspaziergang am Stand eines Gemüsebauerns vorbeiführt, der vor lauter Dicker Bohnen und Erbsen schon fast in die Knie zu gehen scheint. 

Und wenn das dann noch an einem Sonntag passiert, dann bleibt mir wenigstens noch die Qual der Wahl erspart, was ich denn schönes mit den Bohnen anfangen werde, denn ich muss dann mit dem kochen, was der Kühlschrank hergibt und da gab es weder Rucola, noch Burrata, so dass Lieblingssalat und -pasta von vornherein ausgeschlossen waren.

Aber gar nicht schlimm. Denn dieses Süppchen erwies sich als gar vorzüglich und braucht fast gar nichts außer gaaaaaanz vieler Dicker Bohnen.

Rezept für zwei Personen

2kg Dicke Bohnen (mit Schale gewogen)
1/2 kg Erbsen (mit Schale gewogen)
4 frische Zwiebeln in Ringen
1 Möhre in feinen Würfeln
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
Salz
Butter
Öl
1 handvoll frisch geriebener Parmesan
2 Eier
Pfeffer

Zubereitung
1) Bohnen palen und 5 Minuten blanchieren. Abkühlen lassen und die Kerne aus ihrem Häutchen befreien
2) In der Zwischenzeit die Zwiebelringe in einem guten Stich Butter, Olivenöl und einer Prise Salz bei niedriger Temperatur und geschlossenem Deckel schmelzen. Wenn sie anfangen etwas Farbe anzunehmen, den Deckel öffnen, die Temperatur etwas höher schalten und die Möhrenwürfel und den Knoblauch mit anschwitzen
3) Mit 1,5 Liter Wasser aufgießen und die inzwischen ebenfalls gepalten Erbsen hinzugeben. Für ca. 20 Minuten köcheln lassen, nach 10 Minuten die Bohnenkerne hinzugeben
4) Den geriebenen Parmesan mit zwei Eiern verrühren und in die Suppe geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!
 

Mittwoch, 12. Juli 2017

Miso-Udon mit Schwertfisch


Schneller als diese Nudeln kann man eigentlich kein leckeres Essen auf den Tisch bringen. Ich behaupte jetzt mal ganz übermütig, dass sogar eine Scheibe Brot nicht schneller geschmiert und belegt werden kann, als dass dieser dampfende Teller leckerster Nudeln vor einem steht. 

Das liegt zum einen daran, dass genau wie bei den Kimchi-Nudeln, die ebenso schnell fertig sind, die Udonnudeln bereits fertig gegart sind und nur erwärmt werden müssen. Außerdem ist die Sauce in einem Wimperschlag zusammengestellt. Der Schwertfisch fällt eher in die Kategorie "pimp my noodles", er ist nicht essentiell für das Gericht, aber natürlich lecker und sättigend. 

Rezept für zwei Personen

2 Pakete Udonnudeln
1 Schwertfischsteak
1 Bund Frühlingszwiebeln
Butter
Miso
Öl
Sesam

Zubereitung
1) Die Frühlingszwiebeln klein schneiden und das Schwertfischsteak würfeln. Etwas Pflanzenöl im Wok erhitzen und beides kurz anbraten, dann herausnehmen
2) Einen ordentlichen Stich Butter im Wok zerlassen, ca. 2 EL Miso einrühren. Die Nudeln hinzugeben, erwärmen, dann Frühlingszwiebeln und Schwertfisch untermischen. Auf Teller verteilen und mit Sesam bestreuen

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Montag, 10. Juli 2017

Franziska

Das clubzimmer hat eine neue Mitbewohnerin. Eine emigrierte Berlinerin. Franziska haben wir sie getauft, als sie in der letzten Woche unvermutet vor uns stand. Etwas derangiert von der langen Autofahrt, denn Franziska hat ausgerechnet an einem stauigen Wochenende die Reise zu uns angetreten und dann wohl mit Reiseübelkeit zu kämpfen gehabt. 
Doch wir haben sie sofort in unser Herz geschlossen und das clubzimmer geöffnet, in der Hoffnung, dass wir viele vergnügte Jahre miteinander verbringen werden. 

Nun am Wochenende war es dann soweit. Franziska ist genügsam, aber möchte dann doch einmal in der Woche etwas zu essen bekommen. Und natürlich möchen wir dann auch mal sehen, was Franziska so kann, denn nur zum Vergnügen ist sie ja auch nicht hier. 

Nun glaube ich ja per se nicht, dass ich ein besonders Backhändchen habe. Insofern buche ich die Güte des ersten Versuchs mal unter Anfängerglück. Doch auch dieses Anfängerglück hat uns große Freude bereitet, denn das erste wirkliche Sauerteigbrot, dass das Licht der clubzimmer-Welt erblickte, war so ziemlich großartig. Welten von den Broten entfernt, die wir bislang gebacken haben. 

Dieses Glück hat seinen Preis, denn die Herstellung eines solchen Brotes ist aufwendig, da kann man gar nicht drum herum reden. Fast drei Tage hat es mich beschäftigt, inklusive der Fütterung von Franziska, unserem Sauerteig-Ansatz, den uns liebe Freunde als unvermutetes, aber begeistert in Empfang genommenes Gastgeschenk mitgebracht haben: Danke Astrid, danke Marcus!



Rezept für ein einfaches Weizensauerteigbrot

100g aktiver Weizenmehlsauerteig
400g Bio-Weizenmehl (Typ 550)
ca. 300ml lauwarmes Wasser

10g Salz

Mehl zum Falten 

Zubereitung
1) Die Zubereitung beginnt bereits am Vortag des Backtages. Bei mir so gegen 14/15 Uhr, so passen die Ruh-und Gehzeiten in den üblichen Tagesablauf. 
Zunächst wird der Sauerteig mit dem Mehl in einer Rührschüssel verrührt und unter Zugabe des Wassers zu einem Teig verrührt. Nicht gleich alles Wasser zugegeben, sondern erst nur 2/3, damit der Teig nicht zu flüssig wird. Die Schüssel verschließen/mit Frischhaltefolie abdecken und den Teig 30-60 Minuten ruhen lassen
2) Nun das Salz auf die Oberfläche streuen und den Teig vom Rand aus rundherum zur Mitte falten - insgesamt vier Mal. Nun sollte sich der Teig einigermaßen kompakt und straff anfühlen. Wieder abdecken und 30-60 Minuten ruhen lassen
3) Den Teig dann dehnen und falten. Hierfür die Arbeitsfläche leicht bemehlen, den Teig mit beiden Händen greifen und in die Länge ziehen. Ablegen und das schmale Rechteck nun zu einem breiten Rechteck dehnen. Dann wie einen Briefumschlag falten: Die eine Seite zu einem Drittel einschlagen, die andere darüber falten. Noch einmal in die Länge dehnen und noch mal falten, dann wieder für 30-60 Minuten ruhen lassen. Dieses Prozedere wiederholen. Anschließend noch dreimal nach je 60 Minuten dehnen und falten
4) Nach dem letzten Falten muss der Teig bei abgedeckt bei Zimmertemperatur 4-6 Stunden ruhen
5) Danach den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche abschließend falten. Hierfür die Seiten des Teiglings nach innen klappen. Ist man einmal rum, wird das Ganze insgesamt 12 Mal wiederholt, d.h. 12 Mal im ganzen gefaltet
6) Den Teig dann in eine Brotform legen und mit einem sauberen und trockenen Küchentuch abdecken. Entweder bei Zimmertemperaur 1-4 Stunden oder im Kühlschrank 8-10 Stunden gehen lassen
7) Den Backofen auf 250°C (Unter- und Oberhitze) vorheizen. Hierfür ein tiefes Backblech auf den Boden des Backofens stellen und einen Back-/Pizzastein auf die unterste Schiene des Backofens schieben. Wenn der Ofen die richtige Temperatur erreicht hat, den Brot-/Pizzaschieber sorgfältig bemehlen und den Brotlaib aus dem Brotkorb auf den Schieber stürzen. Vorsichtig auf den Back-Pizzastein gleiten lassen und 120ml Wasser in das Backblech gießen, den Ofen dann schnell schließen, Achtung heißer Wasserdampf!
8) Das Brot nun für ca. 40 Min backen. Wird es zu braun, die Temperatur nach 10 Minuten auf 220°C reduzieren. Nach 40 Minuten sollte es hohl klingen, wenn nicht, noch weiter backen lassen. Das Brot dann auf einem Gitter auskühlen lassen






Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Mittwoch, 14. Juni 2017

Mangoldrisotto


Man kann ja nicht gerade sagen, dass das clubzimmer eine Risotto-Hochburg ist. Gerade mal ein Risotto findet sich auf der Speisekarte, die nun auch schon fast 400 Rezepte umfasst und über inzwischen auch schon gute vier Jahre gereift ist. 

Woran das liegt, habe ich schon mal erzählt. Und seitdem wir den richtigen Reis benutzen, gibt es tatsächlich häufiger Risotto. Und wir werden experimentierfreudiger bei der Zusammenstellung. Diesmal lockte mich frischster, bunter Mangold in der Auslage. Mit Mangold ist das auch so eine Sache. Theoretisch finde ich ihn toll, doch habe ich ihn dann auf dem Teller resp. im Mund, ist er mir schnell zu grasig, zu dunkel und stumpf im Geschmack. 

Da stand ich nun aber mit dem schönen Mangold im Arm. Und habe ihm einfach mit frischen Tomaten und schmelzigem Taleggion zwei Kumpanen zur Seite gegeben, die für die nötige Frische und Süße gesorgt haben. Und so kann ich nun sagen: Mangoldrisotto- immer wieder gerne!

Rezept für zwei Personen

500g Mangold
1 Zwiebeln fein gewürfelt
Öl
Butter
500ml Gemüsebrühe
Risottoreis
1 Handvoll Cocktailtomaten, gewürfelt
Taleggio
Parmesan
Salz
Safran

Zubereitung
1) Die Blätter des Mangolds von den Stielen trennen und in kochendem Wasser zwei Minuten blanchieren. In ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Gut ausdrücken und noch mal klein hacken
2) Die Gemüsebrühe erhitzen und mit etwas Safran verfeinern
3) Einen Stich Butter und etwas Olivenöl in einem hohen Topf erhitzen. Die Zwiebelwürfel und die ebenfalls gewürfelten Mangoldstängel anschwitzen. Den Reis hinzugeben (wir nehmen für zwei Personen 2 1/2 Hände), rund herum anrösten und dann die Tomaten hinzugeben. Wenn die Flüssigkeit verdampft ist, mit Gemüsebrühe aufgießen. Immer wieder rühren und Brühe nachgießen - Risotto kochen eben
4) Nach ca. 15 Minuten die blanchierten und gehackten Mangoldblätter hinzugeben. Noch zwei weitere Minuten mitköcheln lassen. Das Risotto vom Feuer nehmen, gut salzen, gewürfelten Taleggion und einen Stich Butter hinzugeben, umrühren und bei geschlossendem Deckel eine Minute ruhen lassen
5) Noch einmal umrühren und auf Teller verteilen, mit Parmesanspänen bedecken

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Sonntag, 11. Juni 2017

Erdbeerkuchen mit Mandeln und Zuckerkruste


Der Juni ist im clubzimmer DER Kuchenmonat. Vielleicht liegt das daran, dass jetzt die ersten Sommerfrüchte schön süß und prall sind. Die Sonne wärmt und gute Laune macht. 
Die ganzen Sinne, die im Winter in geschlossenen Räumen und unter dicken Pullovern eingesperrt sind, endlich mal wieder Luft und Futter bekommen. Es Anlässe gibt, zu denen man in fröhlicher Runde zusammensitzt und es sich gut gehen lässt: Man Sommerfeste, -geburtstage, -sonntage oder einfach das Leben feiert. 

Und da sollte dieser Erdbeerkuchen nicht fehlen. Mein diesjähriger Favorit, denn er ist nicht nur schmatzig-fruchtig, sondern auch knackig-knusprig, Und natürlich mit ganz viel Liebe gebacken ....




Rezept für einen Kuchen

115g geschmolzene und leicht abgekühlte Butter
200g Zucker
2 Eier
Salz
125g Mehl
gehobelte Mandeln
1 Handvoll Erdbeeren

Mehl
braunen Zucker
Butter

Zubereitung
1) Den Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen
2) Den Zucker und die Eier in einer Schüssel verrühren, erst die flüssige Butter, dass das Mehl mit einer Prise Salz einrühren
3) Eine kleine Springform sorgfältig ausbuttern und mit Mehl bestäuben. Den Kuchenteig einfüllen. Die Erdbeeren waschen, eventuell halbieren, in etwas Mehl wenden und auf den Kuchenteig setzen
4) Mit gehobelten Mandeln und braunem Zucker bestreuen und für ca. 45 Minuten backen

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer!

Donnerstag, 8. Juni 2017

Entenbrust mit Erdnußsauce


......psssst ..... und wieder etwas Fleischiges im clubzimmer. Nach der besten Bolognese der Welt von vor ein paar Wochen muss dieser Schmaus für Puristen einfach in der Speisekarte verewigt werden. 

So simple, so gut - jedenfalls für alle, die so wie ich in Entenbrust schwelgen können und dazu ehrlich gesagt so gar nichts anderes brauchen - na ok, die Erdnußsauce ist schon ziemlich lecker dazu ....

Rezept für eine Person

1 Entenbrust (250g)
1 EL Honig
1 EL dunkle Sojasauce
1 TL Sesamöl

Erdnußsauce
2 EL Erdnußpaste
1 EL helle Sojasauce
1 TL Sesamöl
3-4 EL Wasser
1/2 Chili
Saft einer halben Limette
Ingwer
Knoblauch
1 TL braunen Zucker

Zubereitung
1) Den Backofen auf 100°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Entenbrust abwaschen und sorgfältig trockentupfen. Die Haut mit einem scharfen Messer rautenförmig einschneiden. Eine Pfanne sehr heiß erhitzen und die Entenbrust auf der Hautseite 2-3 Minuten kräftig anbraten, wenden und weitere 2-3 Minuten braten
2) Auf ein Backblech/in eine Form mit der Haut nach oben legen, den Honig mit der dunklen Sojasauce und dem Sesamöl verrühren und die Haut damit bestreichen. Für ca. 20 Minuten in den Backofen geben. Die Kerntemperatur sollte dann 55°C betragen
3) In der Zeit die Erdnußsauce zubereiten. Hierfür alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit einem Stabmixer zu einer Sauce mit der gewünschten Konsistenz rühren
4) Wenn die Entenbrust die richtige Temperatur hat, für 4-5 Minuten unter dem Grill bei 230°C knusprig grillen. Fertig!

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Dienstag, 6. Juni 2017

Stulle mit Spargel-Salsa | Ei | Tofu | Tomate


Hunger? Als spätestens bei Anblick dieses Photos bekommt man doch Hunger, oder? Doch ich muss Euch warnen, denn diese Stulle ist mit einigen Problemen belastet: 

Problem Nummer 1: Das Brot. Ihr müsst Euch mindestens vier Tage im voraus überlegen, dass Ihr diese fette Stulle mit diesem schmatzig, fluffigen Sauerteigbrot essen möchtet. So lange braucht es nämlich vom Ansetzen des Sauerteigs bis hin zum Backen. Ach ja, das Backen...

Problem Nummer 2: Der Backtag. Dann ist der Teig endlich so weit. Und kann in den Ofen. Stop. So schnell geht das nicht. Erstmal braucht der Teig noch ca. 3 Stunden, BEVOR er in den Ofen kommt. Und die Backzeit von 50 Minuten ist auch nicht zu unterschätzen, wenn einem schon vor lauter Vorfreude das Wasser im Mund zusammenläuft. Und wenigenstens etwas abkühlen sollte das fertige Brot dann schon, bevor man es anschneidet

Problem Nummer 3: Nun hat man Stunden - ach was rede ich - Tage auf diese Stulle gewartet. Und hat dementsprechend Hunger und Appetit. Die Folge: Die Stulle wird mit wirklich allem beladen, was der Kühlschrank so hergibt. Deshalb Pro-Tipp: Am besten für einen Tag mit leerem Kühlschrank planen ... Die Folge davon ist nämlich, dass einen der Verzehr dieser Stulle vor ein großes Problem stellt, denn wir bitte schön soll man das unfallfrei in den Mund bekommen???

So. Für alle die von Euch, die sich bis hierin noch nicht haben abschrecken lassen: Gut so. Ihr werdet belohnt mit einem Stullen-Träumchen, das Euch breit grinsend eventuell ein kleines, zufriedenes Bäuerchen entlocken wird ....

Rezept für zwei Stullen

1 Sauerteigbrot nach diesem Rezept 

250g rohen Spargel
1/2 Bund Koriander
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Limettensaft

4 Tomaten in kleinen Würfeln
2 hartgekochte Eier in kleinen Würfeln
1 geräucherten Tofu
Sesamöl 
Salz
Sojasauce
Salat 

Zubereitung
1) Für die Salsa den Spargel in kleine Stücke schneiden, mit ca. 2 EL Olivenöl, dem Koriander, Salz und Pfeffer in einen Blender geben und pürieren. Mit Limettensaft abschmecken
2) Den Tofu in zwei Scheiben schneiden und in einer Pfanne mit etwas Öl anrösten. Mit Sesamöl beträufeln
3) Vier Scheiben Brot abschneiden. Zwei davon mit dem Salsa bestreichen, Tomaten- und Eierwürfel sowie den Tofu verteilen, mit Salatblättern und einer Scheibe Brot bedecken

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Samstag, 3. Juni 2017

Pasta Nero mit Spargel & Garnelen


Weiter geht´s mit Pasta, denn diese Nudeln ohne Ei schmecken einfach zu lecker, so schön bissig im Biss - ja sorry, anders kann ich das nicht beschreiben ... Natürlich ist das Selbermachen zeitaufwendiger, als eine Tüte aufzureißen, aber wie immer beim Kochen lohnt es sich - die Geschmacksunterschiede sind einfach nicht zu überschmecken. Außerdem gilt es auch hier die Weisheit "Übung macht den Meister", denn irgendwann geht es einem leicht von der Hand und wird damit mühelos.

Die Spargelzeit wird auch im clubzimmer weidlich ausgenutzt, es gibt regelmäßig Tage, an denen wir mittags und abends Spargel essen, in den unterschiedlichsten Varianten. Und Spargel und Pasta verstehen sich nun mal vorzüglich, auch ganz ohne vermittelnde Sahnesosse, dafür mit einer fischigen Komponente. 

Rezept für zwei Personen

Pasta
200g Semola
25g OO Mehl
60-70ml Wasser 
2 Tüten Sepiatinte

2 Handvoll Garnelen
1 Pfund grünen Spargel
1 Schalotte
Butter

Zubereitung
1) Die Pasta ein paar Stunden vor dem Essen vorbereiten, denn der Teig muss mindestens eine Stunde ruhen. Dafür die beiden Mehle vermischen, in die Mitte eine Kuhle drücken und das Meiste des Wassers hineingeben. MIt einer Gabel verrühren und dann zu einem Teig kneten. So lange kneten, bis man einen einigermaßen homogenen Teigballen in Händen hält. In Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank geben
2) Den Pastateig in vier Stücke teilen und jedes mit Hilfe einer Nudelmaschine zu einer Bahn ausrollen. Die Bahnen auf einem sauberen und trockenen Küchentuch lagern. Dann jede Bahn von beiden Seiten gut mit Semola bestäuben, von der kurzen Seite ziehharmonikaartig zusammenfalten und mit einem scharfen Messer zu Tagliatelle schneiden. Die Pastastränge auseinanderziehen, etwas ausschütteln und zu einem losen Haufen verknäult wieder auf dem Küchentuch bis zum Kochen lagern
3) Das Nudelwasser aufsetzen. Die Schalotte fein hacken und in einer Pfanne mit einem ordentlichen Stich Butter sanft anschwitzen. Die Garnelen darin anbraten und dann herausnehmen. Wieder Butter in der Pfanne zerlassen und den Spargel mit etwas Salz anbraten, so dass er noch schön bissfest ist
4) Das Wasser großzügig salzen und die Nudeln 2-3 Minuten kochen. In der Zeit noch mehr Butter und die Garnelen zum Spargel geben. Die fertigen Nudeln mit etwas Kochwasser hinzugeben, vorsichtig vermischen und auf Teller verteilen

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!



Montag, 22. Mai 2017

Die beste Bolognese der Welt



... und nein, nicht mit Tofu, Blumenkohl oder Linsen, sondern mit Fleisch. Denn ganz, ganz manchmal, wenn der clubchef ausgeflogen ist, wird hier im clubzimmer nicht vegetarisch gekocht. Und ganz oft steht dann genau diese Bolognese auf dem Speiseplan, denn sie ist derart köstlich, dass ich drin baden könnte!

Das liegt nicht an meinen bislang nicht geförderten Talenten als Fleischköchin, sondern ist einzig und alleine der Kunst von Marcella Hazan geschuldet. Die Lobhudelei auf ihr Können und dazu auf ihre Fähigkeit, ebendieses zu vermitteln, habe ich schon mehrfach gesungen. Und diese Bolognese ist ein typischer Hazan. Es braucht keine extravaganten Zutaten, auch keine lange Liste an Gewürzen, sondern vor allen Dingen viel Zeit. Und nach drei Stunden sanften Rumköchelns schmeckt diese Bolognese, nur gewürzt mit einer Prise Salz, etwas Pfeffer und einem Hauch von Muskatnuss, einfach göttlich. Selbstverständlich gibt es dazu selbstgemachte Tagliatelle und keine Industriepasta, wobei ich in dem Punkt Marcella dann doch untreu geworden bin. Denn im Unterschied zu ihrer Empfehlung mag ich meine Pasta inzwischen viel lieber ohne Ei und bereite sie nach apulischem Rezept zu. Aber das sei nun wirklich jedem selbst überlassen - nur bei der Bolognese gibt es keine Alternative!

Rezept für zwei (hungrige) Personen


Bolognese
1 Zwiebel, sehr fein gehackt
2 große Möhren, sehr fein gehackt
2 Stangen Sellerie, ebenfalls sehr fein gehackt
250g schönstes Bio-Rinderhack
Olivenöl
50g Butter
1/4 Liter Milch
1/4 Liter Weißwein
1 Dose Tomaten
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
Zeit

Pasta
200g Semola
25g OO Mehl
60-70ml Wasser 

Butter
Parmesan

Zubereitung
1) Olivenöl und die Butter in einem großen Topf zerlassen, die Zwiebel anschwitzen. Dann die Möhren und den Sellerie hinzugeben und für zwei Minuten mit anbraten
2) Das Hackfleisch, eine große Prise Salz und etwas Pfeffer dazugeben und mit einer Gabel gut zerkrümeln. Anbraten, bis es nicht mehr rot oder rosa ist
3) Mit der Milch aufgießen und so lange kochen lassen, bis die Milch verdampft ist. Dabei das Umrühren nicht vergessen! Ein ganz kleine Prise Muskatnuss hineinreiben, umrühren
4) Denn Wein dazugießen und langsam verdampfen lassen, dann die Tomaten hinzufügen und alles gut verrühren. Nun die Sauce bei sehr schwacher Hitze drei Stunden lang kochen. Das muss nicht an einem Stück, sollte aber an einem Tag sein (sagt Marcella ...). Immer wieder umrühren, die Sauce wird über die Zeit trockener, dann immer etwas Wasser angießen. Zum Schluss sollte kein Wasser mehr vorhanden sein, das Fett sich von der Sauce trennen. Mit Salz abschmecken
5) In der Zwischenzeit die Pasta vorbereiten. Dafür die beiden Mehle vermischen, in die Mitte eine Kuhle drücken und das Meiste des Wassers hineingeben. MIt einer Gabel verrühren und dann zu einem Teig kneten. Nicht sofort aufgeben, denn die Geschichte ist sehr krümelig. Durch das Kneten verändert sich aber nach einer Zeit die Konsistenz, erst dann noch etwas Wasser hinzugeben, wenn es immer noch zu trocken ist. So lange kneten, bis man einen einigermaßen homogenen Teigballen in Händen hält. In Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank geben
6) Den Pastateig in vier Stücke teilen und jedes mit Hilfe einer Nudelmaschine zu einer Bahn ausrollen. Die Bahnen auf einem sauberen und trockenen Küchentuch lagern. Dann jede Bahn von beiden Seiten gut mit Semola bestäuben, von der kurzen Seite ziehharmonikaartig zusammenfalten und mit einem scharfen Messer zu Tagliatelle schneiden. Die Pastastränge auseinanderziehen, etwas ausschütteln und zu einem losen Haufen verknäult wieder auf dem Küchentuch bis zum Kochen lagern
7) Ist die Sauce fertig, das Nudelwasser aufsetzen, ordentlich salzen und die Tagliatelle 2-3 Minuten kochen. Abschütten und gut abtropfen lassen, auf Teller verteilen, Bolognese verteilen, auf jeden Teller noch einen Stich Butter und nach Belieben frisch geriebenen Parmesan

Heaven!

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer!




Donnerstag, 11. Mai 2017

Noodlesoup mit Thunfisch


Ihr seid richtig hier: Auch wenn das Photo etwas anderes zu zeigen scheint, es ist eine Nudelsuppe. Allerdings sind sowohl Suppe als auch Nudeln verborgen unter einem Berg zartestem Thunfisch. Ach ja, ein kleines, wachsweiches Ei verdeckt auch noch die Sicht. Das Grünzeug - name it Coriander - tut sein übriges. 

Ganz im Ernst: Diese Nudelsuppe hat uns über diesen langen Winter gerettet. Die Aussicht auf so warme Schüssel voller Köstlichkeiten hat so manchen grauen Abend erträglich werden lassen. Und es braucht dafür so wenig - aber dafür Gutes, wie im richtigen Leben. 

Und wenn Ihr nun seht, was in der Suppe außer Thunfisch und Ei noch alles drin ist, dann werdet Ihr staunen! Dieses Rezept ist im übrigen in hohem Maße variabel, nehmt einfach das, was Ihr im Kühlschrank habt bzw. worauf Ihr Lust habt - ich behaupte mal, das funktioniert mit fast jedem Gemüse und Fisch.

Rezept für zwei Personen
1 L Garnelenfond
Ingwer, Knoblauch, Chili klein gehackt
Keffirlimettenblätter
Fischsauce
Sojasauce
Sesamöl
Rohrzucker
Limettensaft


Reisnudeln
Thunfisch, Sashimi-Qualität
Brokkoli
Champignons
2 wachsweiche Eier
Sesam
Koriander

Zubereitung
1) Den Brokkoli in kleine Röschen teilen und in Salzwasser zwei Minuten blanchieren, abgießen, mit kaltem Wasser abspülen, mit etwas Sesamöl besprenkeln und beiseite stellen. Die Champignons in Scheiben schneiden, kurz anbraten, mit Sojasauce würzen, beiseite stellen. Die Reisnudeln kochen, kalt abspülen,  beiseite stellen
2) Den Fond mit dem Ingwer, Knoblauch, Chili und den Keffirblättern erhitzen und mit den Saucen/dem Zucker nach eigenem Geschmack würzen. 
3) Die Nudeln, das Gemüse und die Eier auf zwei Schüsseln verteilen. Den Thunfisch würfeln und ebenfalls verteilen. Mit der heißen Suppe aufgießen und nach Geschmack mit Sesam und Koriander bestreuen. 

Servieren. Schwelgen. 

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Samstag, 22. April 2017

Roher Spargelsalat mit Lachs & Miso


Endlich ist es soweit, Spargelzeit! Und da inzwischen auch auf dem Lande der grüne Spargel angebaut und vertrieben wird, kommt das clubzimmer voll auf seine Kosten. Grüner Spargel ist nämlich nicht nur besonders einfach und schnell zu verarbeiten, weil er nicht geschält werden muss, sondern schmeckt auch ganz besonders - etwas kräftiger, fast nussig im Vergleich zu weißem Spargel. 

Die diesjährige Spargelsaison im clubzimmer eröffnen wir mit diesem asiatischen Spargelsalat. Der rohe, grüne Spargel geht hier eine vergnügliche Liason mit Radieschen und gebeiztem Lachs ein und badet in einer Miso-Vinaigrette. Köstlich! Ich bin mir allerdings gar nicht so sicher, ob es tatsächlich so gut ist, gleich zu Beginn der Saison einen solchen Volltreffer zu landen, denn die Versuchung ist groß, hieraus einen Dauerbrenner zu machen ....

Rezept für zwei Personen

Gebeizter Lachs (reicht für 12 Portionen)
1 kg Lachsfilet mit Haut
80g Salz
80g Zucker
5 Pfefferkörner
1 TL Fenchelsamen
1 Tl ganzer Koriander
Abrieb einer Limone
1 großes Bund Koriander
5cl Vodka

Salat
500g grüner Spargel in dünnen Scheiben
4 große Radieschen in dünnen Scheiben
Blätter von einem Bund Radieschen
Koriander
Thai-Basilikum
Salz
Zucker

Miso-Vinaigrette
1 TL brauner Zucker
1 TL Sesamöl
2 EL Reisessig 
1 EL Mirin
1 EL helles Miso
2 EL Pflanzenöl
1 TL geraspelten Ingwer

hellen/schwarzen Sesam

Zubereitung
1) Das Beizen des Lachses sollte mindestens einen, gerne mehrere Tage vorher erfolgen. Hierfür wird das Lachsfilet gewaschen und trocken getupft und in Portionsstücke geschnitten. Salz und Zucker mit dem Limonenabrieb und dem Koriander, der einfach nur mit den Händen etwas zerrupft werden muss, in eine Schüssel geben. Pfeffer, Koriander und Fenchelsaat stösseln und hinzugeben, den Vodka angießen. Jedes Lachsstück auf ein Stück Frischhaltefolie legen, mit der Beize bedecken und fest verpacken. In einer Schüssel stapeln, verschließen und mindestens einen Tag im Kühlschrank ziehen lassen. Vor dem Verzehr die Beize abwaschen, den Lachs abtrocknen und in Scheiben schneiden
2) Den klein geschnittenen Spargel mit einer Prise Salz und Zucker in eine Schüssel geben, ein paar Minuten ziehen lassen. Radieschen und Kräuter nach Wahl hinzugeben
3) Alle Zutaten für die Vinaigrette verrühren und über den Salat geben. Auf einer Platte die Radieschenblätter, den gebeizten Lachs und den Spargelsalat verteilen und mit Sesam bestreuen

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer!

Mittwoch, 19. April 2017

Turbo-Brötchen


Treffen sich zwei Manchmals. Sagt das eine: "Ich hab Bock auf Brötchen", sagt das andere "Ich hab keine Zeit". Simsalabim: No Knead Brötchen. 

Natürlich liegen auch diese Brötchen nicht im Handumdrehen dampfend und knusprig auf dem Frühstücksteller. Und ja, zum Bäcker fahren geht schneller. Aber ist nur selten so lecker. Denn tatsächlich - und das ist kein Schnack - schmecken diese kleinen Dinger richtig gut. Großporig innen, knusprig außen. Und man muss nur dran denken, sich vom Brötchenappetit am Abend vorher überfallen zu lassen, dann klappt das auch mit dem Ansetzen des Teigs!

Rezept für 6-8 Brötchen

450 g Mehl (Typ 550)
350 ml lauwarmes Wasser
1 TL Salz
3 g frische Hefe
 

Körner/Sesam/Mohn zum Bestreuen

Zubereitung

1) Am Vortag Mehl, Wasser, Salz und die fein zerbröselte Hefe in eine Schüssel geben und verrühren. Die Schüssel abdecken und bei Zimmertemperatur ruhen  lassen 

2) Den Ofen auf 250°C vorheizen (Unter- und Oberhitze). Gerne mit Pizzastein, wenn Ihr habt, sonst lasst Ihr das Backblech mit erhitzen 
3) Den Teig auf eine stark bemehlte Fläche geben und zwei Mal falten. Mit einem Teigabstecher in kleine Teile teilen. Mit einem feuchten Geschirrtuch abdecken und für  30 Minuten gehen lassen
4) Die Brötchen mit etwas Wasser bepinseln und nach Geschmack mit Körnern/Sesam/Mohn bestreuen. Auf den Pizzastein/das Blech legen und für ca. 15 Minuten backen


Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Samstag, 15. April 2017

Rhabarber-Galette


Es ist endlich wieder so weit - Rhabarberzeit! Und falls Ihr für Ostern zwar ein paar Stangen hiervon in der Vorratskammer, aber noch keine Idee habt, was Ihr damit machen möchtet (eigentlich eine ziemlich unwahrscheinliche Annahme ...), dann möchte ich Euch diese Galette wärmstens ans Herz legen. 

Eine Galette ist nichts anderes als ein Mürbeteigkuchen, der ohne Form, direkt auf dem Blech gebacken wird. Dadurch wird der Teig ganz besonders knusprig, fast schon blätterteigartig. Als Füllung eignet sich so ziemlich jedes Obst, im clubzimmer gab es diese Galette auch schon mit Aprikosen und mit Feigen - auch sehr lecker. 

Aber so weit sind wir ja noch nicht im Jahr, jetzt gibt es erst einmal Rhabarber und bevor ich ihn in Schneckchen packe ....

Rezept

300g Mehl
1 Prise Salz
1 EL Zucker 

150g  kalte Butter in Würfeln
125ml kaltes Wasser
2 EL Sahne
3 EL Mandelhobel



5-6 Stangen Rhabarber, geputzt in kleinen Stücken
3 EL Zucker
2 EL Speisestärke


Kokoschips

Zubereitung
1) Für den Teig das Mehl, den Zucker, eine Prise Salz und die Butterwürfel in eine Schüssel geben und mit kalten Händen schnell zu Krümeln verarbeiten. Dann das Wasser hinzugießen und zu einem Teig kneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie eingewickeln und für ca. 1 Stunde im Kühlschrank rasten lassen
2) Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen

3) Die Rhabarberstücke mit Stärke und Zucker vermischen
4) Den Teig aus dem Kühlschrank holen, kurze Zeit ruhen lassen und dann rund ausrollen. Auf das Backblech legen und den Rhabarber in die Mitte des Teiges geben, dabei rundherum einen Rand von ca. 2-3cm lassen. Diesen Stück für Stück über den Rhabarber klappen und leicht andrücken. Den Rand mit einem Backpinsels mit der Sahne bestreichen, dann mit etwas Zucker und Mandelhobeln bestreuen
5) Die Galette für ca. 40-50 Minuten backen, in den letzten zehn Minuten mit Kokoschips bestreuen


Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!