Mittwoch, 14. Juni 2017

Mangoldrisotto


Man kann ja nicht gerade sagen, dass das clubzimmer eine Risotto-Hochburg ist. Gerade mal ein Risotto findet sich auf der Speisekarte, die nun auch schon fast 400 Rezepte umfasst und über inzwischen auch schon gute vier Jahre gereift ist. 

Woran das liegt, habe ich schon mal erzählt. Und seitdem wir den richtigen Reis benutzen, gibt es tatsächlich häufiger Risotto. Und wir werden experimentierfreudiger bei der Zusammenstellung. Diesmal lockte mich frischster, bunter Mangold in der Auslage. Mit Mangold ist das auch so eine Sache. Theoretisch finde ich ihn toll, doch habe ich ihn dann auf dem Teller resp. im Mund, ist er mir schnell zu grasig, zu dunkel und stumpf im Geschmack. 

Da stand ich nun aber mit dem schönen Mangold im Arm. Und habe ihm einfach mit frischen Tomaten und schmelzigem Taleggion zwei Kumpanen zur Seite gegeben, die für die nötige Frische und Süße gesorgt haben. Und so kann ich nun sagen: Mangoldrisotto- immer wieder gerne!

Rezept für zwei Personen

500g Mangold
1 Zwiebeln fein gewürfelt
Öl
Butter
500ml Gemüsebrühe
Risottoreis
1 Handvoll Cocktailtomaten, gewürfelt
Taleggio
Parmesan
Salz
Safran

Zubereitung
1) Die Blätter des Mangolds von den Stielen trennen und in kochendem Wasser zwei Minuten blanchieren. In ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Gut ausdrücken und noch mal klein hacken
2) Die Gemüsebrühe erhitzen und mit etwas Safran verfeinern
3) Einen Stich Butter und etwas Olivenöl in einem hohen Topf erhitzen. Die Zwiebelwürfel und die ebenfalls gewürfelten Mangoldstängel anschwitzen. Den Reis hinzugeben (wir nehmen für zwei Personen 2 1/2 Hände), rund herum anrösten und dann die Tomaten hinzugeben. Wenn die Flüssigkeit verdampft ist, mit Gemüsebrühe aufgießen. Immer wieder rühren und Brühe nachgießen - Risotto kochen eben
4) Nach ca. 15 Minuten die blanchierten und gehackten Mangoldblätter hinzugeben. Noch zwei weitere Minuten mitköcheln lassen. Das Risotto vom Feuer nehmen, gut salzen, gewürfelten Taleggion und einen Stich Butter hinzugeben, umrühren und bei geschlossendem Deckel eine Minute ruhen lassen
5) Noch einmal umrühren und auf Teller verteilen, mit Parmesanspänen bedecken

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Sonntag, 11. Juni 2017

Erdbeerkuchen mit Mandeln und Zuckerkruste


Der Juni ist im clubzimmer DER Kuchenmonat. Vielleicht liegt das daran, dass jetzt die ersten Sommerfrüchte schön süß und prall sind. Die Sonne wärmt und gute Laune macht. 
Die ganzen Sinne, die im Winter in geschlossenen Räumen und unter dicken Pullovern eingesperrt sind, endlich mal wieder Luft und Futter bekommen. Es Anlässe gibt, zu denen man in fröhlicher Runde zusammensitzt und es sich gut gehen lässt: Man Sommerfeste, -geburtstage, -sonntage oder einfach das Leben feiert. 

Und da sollte dieser Erdbeerkuchen nicht fehlen. Mein diesjähriger Favorit, denn er ist nicht nur schmatzig-fruchtig, sondern auch knackig-knusprig, Und natürlich mit ganz viel Liebe gebacken ....




Rezept für einen Kuchen

115g geschmolzene und leicht abgekühlte Butter
200g Zucker
2 Eier
Salz
125g Mehl
gehobelte Mandeln
1 Handvoll Erdbeeren

Mehl
braunen Zucker
Butter

Zubereitung
1) Den Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen
2) Den Zucker und die Eier in einer Schüssel verrühren, erst die flüssige Butter, dass das Mehl mit einer Prise Salz einrühren
3) Eine kleine Springform sorgfältig ausbuttern und mit Mehl bestäuben. Den Kuchenteig einfüllen. Die Erdbeeren waschen, eventuell halbieren, in etwas Mehl wenden und auf den Kuchenteig setzen
4) Mit gehobelten Mandeln und braunem Zucker bestreuen und für ca. 45 Minuten backen

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer!

Donnerstag, 8. Juni 2017

Entenbrust mit Erdnußsauce


......psssst ..... und wieder etwas Fleischiges im clubzimmer. Nach der besten Bolognese der Welt von vor ein paar Wochen muss dieser Schmaus für Puristen einfach in der Speisekarte verewigt werden. 

So simple, so gut - jedenfalls für alle, die so wie ich in Entenbrust schwelgen können und dazu ehrlich gesagt so gar nichts anderes brauchen - na ok, die Erdnußsauce ist schon ziemlich lecker dazu ....

Rezept für eine Person

1 Entenbrust (250g)
1 EL Honig
1 EL dunkle Sojasauce
1 TL Sesamöl

Erdnußsauce
2 EL Erdnußpaste
1 EL helle Sojasauce
1 TL Sesamöl
3-4 EL Wasser
1/2 Chili
Saft einer halben Limette
Ingwer
Knoblauch
1 TL braunen Zucker

Zubereitung
1) Den Backofen auf 100°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Entenbrust abwaschen und sorgfältig trockentupfen. Die Haut mit einem scharfen Messer rautenförmig einschneiden. Eine Pfanne sehr heiß erhitzen und die Entenbrust auf der Hautseite 2-3 Minuten kräftig anbraten, wenden und weitere 2-3 Minuten braten
2) Auf ein Backblech/in eine Form mit der Haut nach oben legen, den Honig mit der dunklen Sojasauce und dem Sesamöl verrühren und die Haut damit bestreichen. Für ca. 20 Minuten in den Backofen geben. Die Kerntemperatur sollte dann 55°C betragen
3) In der Zeit die Erdnußsauce zubereiten. Hierfür alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit einem Stabmixer zu einer Sauce mit der gewünschten Konsistenz rühren
4) Wenn die Entenbrust die richtige Temperatur hat, für 4-5 Minuten unter dem Grill bei 230°C knusprig grillen. Fertig!

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Dienstag, 6. Juni 2017

Stulle mit Spargel-Salsa | Ei | Tofu | Tomate


Hunger? Als spätestens bei Anblick dieses Photos bekommt man doch Hunger, oder? Doch ich muss Euch warnen, denn diese Stulle ist mit einigen Problemen belastet: 

Problem Nummer 1: Das Brot. Ihr müsst Euch mindestens vier Tage im voraus überlegen, dass Ihr diese fette Stulle mit diesem schmatzig, fluffigen Sauerteigbrot essen möchtet. So lange braucht es nämlich vom Ansetzen des Sauerteigs bis hin zum Backen. Ach ja, das Backen...

Problem Nummer 2: Der Backtag. Dann ist der Teig endlich so weit. Und kann in den Ofen. Stop. So schnell geht das nicht. Erstmal braucht der Teig noch ca. 3 Stunden, BEVOR er in den Ofen kommt. Und die Backzeit von 50 Minuten ist auch nicht zu unterschätzen, wenn einem schon vor lauter Vorfreude das Wasser im Mund zusammenläuft. Und wenigenstens etwas abkühlen sollte das fertige Brot dann schon, bevor man es anschneidet

Problem Nummer 3: Nun hat man Stunden - ach was rede ich - Tage auf diese Stulle gewartet. Und hat dementsprechend Hunger und Appetit. Die Folge: Die Stulle wird mit wirklich allem beladen, was der Kühlschrank so hergibt. Deshalb Pro-Tipp: Am besten für einen Tag mit leerem Kühlschrank planen ... Die Folge davon ist nämlich, dass einen der Verzehr dieser Stulle vor ein großes Problem stellt, denn wir bitte schön soll man das unfallfrei in den Mund bekommen???

So. Für alle die von Euch, die sich bis hierin noch nicht haben abschrecken lassen: Gut so. Ihr werdet belohnt mit einem Stullen-Träumchen, das Euch breit grinsend eventuell ein kleines, zufriedenes Bäuerchen entlocken wird ....

Rezept für zwei Stullen

1 Sauerteigbrot nach diesem Rezept 

250g rohen Spargel
1/2 Bund Koriander
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Limettensaft

4 Tomaten in kleinen Würfeln
2 hartgekochte Eier in kleinen Würfeln
1 geräucherten Tofu
Sesamöl 
Salz
Sojasauce
Salat 

Zubereitung
1) Für die Salsa den Spargel in kleine Stücke schneiden, mit ca. 2 EL Olivenöl, dem Koriander, Salz und Pfeffer in einen Blender geben und pürieren. Mit Limettensaft abschmecken
2) Den Tofu in zwei Scheiben schneiden und in einer Pfanne mit etwas Öl anrösten. Mit Sesamöl beträufeln
3) Vier Scheiben Brot abschneiden. Zwei davon mit dem Salsa bestreichen, Tomaten- und Eierwürfel sowie den Tofu verteilen, mit Salatblättern und einer Scheibe Brot bedecken

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Samstag, 3. Juni 2017

Pasta Nero mit Spargel & Garnelen


Weiter geht´s mit Pasta, denn diese Nudeln ohne Ei schmecken einfach zu lecker, so schön bissig im Biss - ja sorry, anders kann ich das nicht beschreiben ... Natürlich ist das Selbermachen zeitaufwendiger, als eine Tüte aufzureißen, aber wie immer beim Kochen lohnt es sich - die Geschmacksunterschiede sind einfach nicht zu überschmecken. Außerdem gilt es auch hier die Weisheit "Übung macht den Meister", denn irgendwann geht es einem leicht von der Hand und wird damit mühelos.

Die Spargelzeit wird auch im clubzimmer weidlich ausgenutzt, es gibt regelmäßig Tage, an denen wir mittags und abends Spargel essen, in den unterschiedlichsten Varianten. Und Spargel und Pasta verstehen sich nun mal vorzüglich, auch ganz ohne vermittelnde Sahnesosse, dafür mit einer fischigen Komponente. 

Rezept für zwei Personen

Pasta
200g Semola
25g OO Mehl
60-70ml Wasser 
2 Tüten Sepiatinte

2 Handvoll Garnelen
1 Pfund grünen Spargel
1 Schalotte
Butter

Zubereitung
1) Die Pasta ein paar Stunden vor dem Essen vorbereiten, denn der Teig muss mindestens eine Stunde ruhen. Dafür die beiden Mehle vermischen, in die Mitte eine Kuhle drücken und das Meiste des Wassers hineingeben. MIt einer Gabel verrühren und dann zu einem Teig kneten. So lange kneten, bis man einen einigermaßen homogenen Teigballen in Händen hält. In Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank geben
2) Den Pastateig in vier Stücke teilen und jedes mit Hilfe einer Nudelmaschine zu einer Bahn ausrollen. Die Bahnen auf einem sauberen und trockenen Küchentuch lagern. Dann jede Bahn von beiden Seiten gut mit Semola bestäuben, von der kurzen Seite ziehharmonikaartig zusammenfalten und mit einem scharfen Messer zu Tagliatelle schneiden. Die Pastastränge auseinanderziehen, etwas ausschütteln und zu einem losen Haufen verknäult wieder auf dem Küchentuch bis zum Kochen lagern
3) Das Nudelwasser aufsetzen. Die Schalotte fein hacken und in einer Pfanne mit einem ordentlichen Stich Butter sanft anschwitzen. Die Garnelen darin anbraten und dann herausnehmen. Wieder Butter in der Pfanne zerlassen und den Spargel mit etwas Salz anbraten, so dass er noch schön bissfest ist
4) Das Wasser großzügig salzen und die Nudeln 2-3 Minuten kochen. In der Zeit noch mehr Butter und die Garnelen zum Spargel geben. Die fertigen Nudeln mit etwas Kochwasser hinzugeben, vorsichtig vermischen und auf Teller verteilen

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!



Montag, 22. Mai 2017

Die beste Bolognese der Welt



... und nein, nicht mit Tofu, Blumenkohl oder Linsen, sondern mit Fleisch. Denn ganz, ganz manchmal, wenn der clubchef ausgeflogen ist, wird hier im clubzimmer nicht vegetarisch gekocht. Und ganz oft steht dann genau diese Bolognese auf dem Speiseplan, denn sie ist derart köstlich, dass ich drin baden könnte!

Das liegt nicht an meinen bislang nicht geförderten Talenten als Fleischköchin, sondern ist einzig und alleine der Kunst von Marcella Hazan geschuldet. Die Lobhudelei auf ihr Können und dazu auf ihre Fähigkeit, ebendieses zu vermitteln, habe ich schon mehrfach gesungen. Und diese Bolognese ist ein typischer Hazan. Es braucht keine extravaganten Zutaten, auch keine lange Liste an Gewürzen, sondern vor allen Dingen viel Zeit. Und nach drei Stunden sanften Rumköchelns schmeckt diese Bolognese, nur gewürzt mit einer Prise Salz, etwas Pfeffer und einem Hauch von Muskatnuss, einfach göttlich. Selbstverständlich gibt es dazu selbstgemachte Tagliatelle und keine Industriepasta, wobei ich in dem Punkt Marcella dann doch untreu geworden bin. Denn im Unterschied zu ihrer Empfehlung mag ich meine Pasta inzwischen viel lieber ohne Ei und bereite sie nach apulischem Rezept zu. Aber das sei nun wirklich jedem selbst überlassen - nur bei der Bolognese gibt es keine Alternative!

Rezept für zwei (hungrige) Personen


Bolognese
1 Zwiebel, sehr fein gehackt
2 große Möhren, sehr fein gehackt
2 Stangen Sellerie, ebenfalls sehr fein gehackt
250g schönstes Bio-Rinderhack
Olivenöl
50g Butter
1/4 Liter Milch
1/4 Liter Weißwein
1 Dose Tomaten
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
Zeit

Pasta
200g Semola
25g OO Mehl
60-70ml Wasser 

Butter
Parmesan

Zubereitung
1) Olivenöl und die Butter in einem großen Topf zerlassen, die Zwiebel anschwitzen. Dann die Möhren und den Sellerie hinzugeben und für zwei Minuten mit anbraten
2) Das Hackfleisch, eine große Prise Salz und etwas Pfeffer dazugeben und mit einer Gabel gut zerkrümeln. Anbraten, bis es nicht mehr rot oder rosa ist
3) Mit der Milch aufgießen und so lange kochen lassen, bis die Milch verdampft ist. Dabei das Umrühren nicht vergessen! Ein ganz kleine Prise Muskatnuss hineinreiben, umrühren
4) Denn Wein dazugießen und langsam verdampfen lassen, dann die Tomaten hinzufügen und alles gut verrühren. Nun die Sauce bei sehr schwacher Hitze drei Stunden lang kochen. Das muss nicht an einem Stück, sollte aber an einem Tag sein (sagt Marcella ...). Immer wieder umrühren, die Sauce wird über die Zeit trockener, dann immer etwas Wasser angießen. Zum Schluss sollte kein Wasser mehr vorhanden sein, das Fett sich von der Sauce trennen. Mit Salz abschmecken
5) In der Zwischenzeit die Pasta vorbereiten. Dafür die beiden Mehle vermischen, in die Mitte eine Kuhle drücken und das Meiste des Wassers hineingeben. MIt einer Gabel verrühren und dann zu einem Teig kneten. Nicht sofort aufgeben, denn die Geschichte ist sehr krümelig. Durch das Kneten verändert sich aber nach einer Zeit die Konsistenz, erst dann noch etwas Wasser hinzugeben, wenn es immer noch zu trocken ist. So lange kneten, bis man einen einigermaßen homogenen Teigballen in Händen hält. In Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank geben
6) Den Pastateig in vier Stücke teilen und jedes mit Hilfe einer Nudelmaschine zu einer Bahn ausrollen. Die Bahnen auf einem sauberen und trockenen Küchentuch lagern. Dann jede Bahn von beiden Seiten gut mit Semola bestäuben, von der kurzen Seite ziehharmonikaartig zusammenfalten und mit einem scharfen Messer zu Tagliatelle schneiden. Die Pastastränge auseinanderziehen, etwas ausschütteln und zu einem losen Haufen verknäult wieder auf dem Küchentuch bis zum Kochen lagern
7) Ist die Sauce fertig, das Nudelwasser aufsetzen, ordentlich salzen und die Tagliatelle 2-3 Minuten kochen. Abschütten und gut abtropfen lassen, auf Teller verteilen, Bolognese verteilen, auf jeden Teller noch einen Stich Butter und nach Belieben frisch geriebenen Parmesan

Heaven!

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer!




Donnerstag, 11. Mai 2017

Noodlesoup mit Thunfisch


Ihr seid richtig hier: Auch wenn das Photo etwas anderes zu zeigen scheint, es ist eine Nudelsuppe. Allerdings sind sowohl Suppe als auch Nudeln verborgen unter einem Berg zartestem Thunfisch. Ach ja, ein kleines, wachsweiches Ei verdeckt auch noch die Sicht. Das Grünzeug - name it Coriander - tut sein übriges. 

Ganz im Ernst: Diese Nudelsuppe hat uns über diesen langen Winter gerettet. Die Aussicht auf so warme Schüssel voller Köstlichkeiten hat so manchen grauen Abend erträglich werden lassen. Und es braucht dafür so wenig - aber dafür Gutes, wie im richtigen Leben. 

Und wenn Ihr nun seht, was in der Suppe außer Thunfisch und Ei noch alles drin ist, dann werdet Ihr staunen! Dieses Rezept ist im übrigen in hohem Maße variabel, nehmt einfach das, was Ihr im Kühlschrank habt bzw. worauf Ihr Lust habt - ich behaupte mal, das funktioniert mit fast jedem Gemüse und Fisch.

Rezept für zwei Personen
1 L Garnelenfond
Ingwer, Knoblauch, Chili klein gehackt
Keffirlimettenblätter
Fischsauce
Sojasauce
Sesamöl
Rohrzucker
Limettensaft


Reisnudeln
Thunfisch, Sashimi-Qualität
Brokkoli
Champignons
2 wachsweiche Eier
Sesam
Koriander

Zubereitung
1) Den Brokkoli in kleine Röschen teilen und in Salzwasser zwei Minuten blanchieren, abgießen, mit kaltem Wasser abspülen, mit etwas Sesamöl besprenkeln und beiseite stellen. Die Champignons in Scheiben schneiden, kurz anbraten, mit Sojasauce würzen, beiseite stellen. Die Reisnudeln kochen, kalt abspülen,  beiseite stellen
2) Den Fond mit dem Ingwer, Knoblauch, Chili und den Keffirblättern erhitzen und mit den Saucen/dem Zucker nach eigenem Geschmack würzen. 
3) Die Nudeln, das Gemüse und die Eier auf zwei Schüsseln verteilen. Den Thunfisch würfeln und ebenfalls verteilen. Mit der heißen Suppe aufgießen und nach Geschmack mit Sesam und Koriander bestreuen. 

Servieren. Schwelgen. 

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Samstag, 22. April 2017

Roher Spargelsalat mit Lachs & Miso


Endlich ist es soweit, Spargelzeit! Und da inzwischen auch auf dem Lande der grüne Spargel angebaut und vertrieben wird, kommt das clubzimmer voll auf seine Kosten. Grüner Spargel ist nämlich nicht nur besonders einfach und schnell zu verarbeiten, weil er nicht geschält werden muss, sondern schmeckt auch ganz besonders - etwas kräftiger, fast nussig im Vergleich zu weißem Spargel. 

Die diesjährige Spargelsaison im clubzimmer eröffnen wir mit diesem asiatischen Spargelsalat. Der rohe, grüne Spargel geht hier eine vergnügliche Liason mit Radieschen und gebeiztem Lachs ein und badet in einer Miso-Vinaigrette. Köstlich! Ich bin mir allerdings gar nicht so sicher, ob es tatsächlich so gut ist, gleich zu Beginn der Saison einen solchen Volltreffer zu landen, denn die Versuchung ist groß, hieraus einen Dauerbrenner zu machen ....

Rezept für zwei Personen

Gebeizter Lachs (reicht für 12 Portionen)
1 kg Lachsfilet mit Haut
80g Salz
80g Zucker
5 Pfefferkörner
1 TL Fenchelsamen
1 Tl ganzer Koriander
Abrieb einer Limone
1 großes Bund Koriander
5cl Vodka

Salat
500g grüner Spargel in dünnen Scheiben
4 große Radieschen in dünnen Scheiben
Blätter von einem Bund Radieschen
Koriander
Thai-Basilikum
Salz
Zucker

Miso-Vinaigrette
1 TL brauner Zucker
1 TL Sesamöl
2 EL Reisessig 
1 EL Mirin
1 EL helles Miso
2 EL Pflanzenöl
1 TL geraspelten Ingwer

hellen/schwarzen Sesam

Zubereitung
1) Das Beizen des Lachses sollte mindestens einen, gerne mehrere Tage vorher erfolgen. Hierfür wird das Lachsfilet gewaschen und trocken getupft und in Portionsstücke geschnitten. Salz und Zucker mit dem Limonenabrieb und dem Koriander, der einfach nur mit den Händen etwas zerrupft werden muss, in eine Schüssel geben. Pfeffer, Koriander und Fenchelsaat stösseln und hinzugeben, den Vodka angießen. Jedes Lachsstück auf ein Stück Frischhaltefolie legen, mit der Beize bedecken und fest verpacken. In einer Schüssel stapeln, verschließen und mindestens einen Tag im Kühlschrank ziehen lassen. Vor dem Verzehr die Beize abwaschen, den Lachs abtrocknen und in Scheiben schneiden
2) Den klein geschnittenen Spargel mit einer Prise Salz und Zucker in eine Schüssel geben, ein paar Minuten ziehen lassen. Radieschen und Kräuter nach Wahl hinzugeben
3) Alle Zutaten für die Vinaigrette verrühren und über den Salat geben. Auf einer Platte die Radieschenblätter, den gebeizten Lachs und den Spargelsalat verteilen und mit Sesam bestreuen

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer!

Mittwoch, 19. April 2017

Turbo-Brötchen


Treffen sich zwei Manchmals. Sagt das eine: "Ich hab Bock auf Brötchen", sagt das andere "Ich hab keine Zeit". Simsalabim: No Knead Brötchen. 

Natürlich liegen auch diese Brötchen nicht im Handumdrehen dampfend und knusprig auf dem Frühstücksteller. Und ja, zum Bäcker fahren geht schneller. Aber ist nur selten so lecker. Denn tatsächlich - und das ist kein Schnack - schmecken diese kleinen Dinger richtig gut. Großporig innen, knusprig außen. Und man muss nur dran denken, sich vom Brötchenappetit am Abend vorher überfallen zu lassen, dann klappt das auch mit dem Ansetzen des Teigs!

Rezept für 6-8 Brötchen

450 g Mehl (Typ 550)
350 ml lauwarmes Wasser
1 TL Salz
3 g frische Hefe
 

Körner/Sesam/Mohn zum Bestreuen

Zubereitung

1) Am Vortag Mehl, Wasser, Salz und die fein zerbröselte Hefe in eine Schüssel geben und verrühren. Die Schüssel abdecken und bei Zimmertemperatur ruhen  lassen 

2) Den Ofen auf 250°C vorheizen (Unter- und Oberhitze). Gerne mit Pizzastein, wenn Ihr habt, sonst lasst Ihr das Backblech mit erhitzen 
3) Den Teig auf eine stark bemehlte Fläche geben und zwei Mal falten. Mit einem Teigabstecher in kleine Teile teilen. Mit einem feuchten Geschirrtuch abdecken und für  30 Minuten gehen lassen
4) Die Brötchen mit etwas Wasser bepinseln und nach Geschmack mit Körnern/Sesam/Mohn bestreuen. Auf den Pizzastein/das Blech legen und für ca. 15 Minuten backen


Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Samstag, 15. April 2017

Rhabarber-Galette


Es ist endlich wieder so weit - Rhabarberzeit! Und falls Ihr für Ostern zwar ein paar Stangen hiervon in der Vorratskammer, aber noch keine Idee habt, was Ihr damit machen möchtet (eigentlich eine ziemlich unwahrscheinliche Annahme ...), dann möchte ich Euch diese Galette wärmstens ans Herz legen. 

Eine Galette ist nichts anderes als ein Mürbeteigkuchen, der ohne Form, direkt auf dem Blech gebacken wird. Dadurch wird der Teig ganz besonders knusprig, fast schon blätterteigartig. Als Füllung eignet sich so ziemlich jedes Obst, im clubzimmer gab es diese Galette auch schon mit Aprikosen und mit Feigen - auch sehr lecker. 

Aber so weit sind wir ja noch nicht im Jahr, jetzt gibt es erst einmal Rhabarber und bevor ich ihn in Schneckchen packe ....

Rezept

300g Mehl
1 Prise Salz
1 EL Zucker 

150g  kalte Butter in Würfeln
125ml kaltes Wasser
2 EL Sahne
3 EL Mandelhobel



5-6 Stangen Rhabarber, geputzt in kleinen Stücken
3 EL Zucker
2 EL Speisestärke


Kokoschips

Zubereitung
1) Für den Teig das Mehl, den Zucker, eine Prise Salz und die Butterwürfel in eine Schüssel geben und mit kalten Händen schnell zu Krümeln verarbeiten. Dann das Wasser hinzugießen und zu einem Teig kneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie eingewickeln und für ca. 1 Stunde im Kühlschrank rasten lassen
2) Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen

3) Die Rhabarberstücke mit Stärke und Zucker vermischen
4) Den Teig aus dem Kühlschrank holen, kurze Zeit ruhen lassen und dann rund ausrollen. Auf das Backblech legen und den Rhabarber in die Mitte des Teiges geben, dabei rundherum einen Rand von ca. 2-3cm lassen. Diesen Stück für Stück über den Rhabarber klappen und leicht andrücken. Den Rand mit einem Backpinsels mit der Sahne bestreichen, dann mit etwas Zucker und Mandelhobeln bestreuen
5) Die Galette für ca. 40-50 Minuten backen, in den letzten zehn Minuten mit Kokoschips bestreuen


Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Donnerstag, 13. April 2017

Kimchi Udon mit Lachs


Ich fürchte, meine Mutter wird sich nun wieder kopfschüttelnd abwenden. Doch diese Bowl muss auf den Blog - selbst mit unscharfem Photo. Für ein zweites, vielleicht schärferes, war erstens kein Saft mehr im Akku und zweitens keine Zeit, weil keine Geduld mehr. 

Hatte ich mich doch schon den halben Tag auf dieses Essen gefreut. Ganz einfach und schlicht, mehr als eine Handvoll Zutaten werden nicht benötigt und dabei wunderbar spicy und leicht. Zudem ist es wunderbar wandelbar, man könnte genauso gut noch Erbsen oder jetzt zur Spargelsaison grünen Spargel ergänzen, auf den Fisch verzichten oder aber Garnelen, Tintenfisch oder Oktopus nehmen - der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. 

Im clubzimmer wird es diese Kimchi Udon garantiert nun häufiger geben!

Rezept für zwei Personen

2 Pck Udon Nudeln (fertig gegart, vakumiert aus dem Asiamarkt)
1/2 Glas Kimchi, klein gehackt
Gochujang (Menge nach Geschmack)
Butter
Kimchi-Saft
1 Lachsfilet ohne Haut in Würfeln
2 Frühlingszwiebeln in Ringen
Sesam

Zubereitung
1) In einer Pfanne/im Wok zwei großzüge Stich Butter zerlassen. Das Kimchi, etwas Kimchi-Saft und Gochujang hinzugeben und 2-3 Minuten köcheln 
2) Die Lachswürfel in die Sauce geben und bei sanfter Hitze kurz gar ziehen lassen. Die Udon Nudeln dazu geben und in der Sauce erwärmen, noch einen Stich Butter und bei Bedarf Kimchi-Saft hinzugeben
3) Die Nudeln verteilen, mit den Frühlingszwiebeln und dem Sesam bestreuen

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Samstag, 8. April 2017

Limonen-Mohn-Guglhupf


Es ist wohl mal wieder an der Zeit für einen Kuchen. So einen schmatzig-saftigen. Mit Mohn. Auch wenn Mohn so etwas wie Koriander zu sein scheint. Die einen - zum Beispiel ich - können davon nicht genug bekommen, die anderen winken dankend ab. 

Und genau deshalb gibt es heute diesen Limonen-Mohn-Gugelhupf. Denn der ist so eine Art Zauberkuchen. Oder wie würdet Ihr es erklären, dass selbst überzeugte Mohnabwinker dem Duft dieses Kuchens nicht widerstehen können und nach dem ersten, kleinen sich ganz schnell ein zweites, großes Stück abschneiden? Und dann noch mehr oder weniger heimlich den knusprigen Rand abknuspern???

Und vielleicht kann ich mit diesem Kuchen auch meine Mutter versöhnen, die doch jüngst harsche Kritik an der aktuellen clubzimmer-Speisekarte geäußert hat. Viel zu gesund! Ewig Tofu! Andauernd Salat! Skandal! 

Versprochen: Dieser Gugelhupf ist frei von Tofu, dafür voller Butter und Zucker mit ganz vielen herrlichen Wohlfühlkalorien!

Rezept

200g Zucker
Abrieb einer Limone
200g zimmerwarme Butter
1 EL Bourbon Vanillezucker
4 Eier
300g Mehl
1 Pck. Backpulver
Salz
1 EL Milch
Saft von 4 Limonen
200g Dampfmohn
2 EL Zucker

Puderzucker

Zubereitung
1) Den Ofen auf 150° Grad (Umluft) vorheizen
2) Den Zucker, Vanillezucker, Limonenabrieb und die Butter zusammen in eine Rührschüssel geben und aufschlagen. Wenn die Masse schön cremig und fluffig ist, die Eier nach und nach hinzugeben und jeweils gründlich verrühren
3) Das Mehl mit dem Backpulver und einer Prise Salz vermischen und in mehreren kleinen Portionen hinzugeben und rasch zu einem glatten Teig verrühren, den Schluck Milch ebenfalls miteinrühren
4) Eine Gugelhupfform sorgfältig mit weicher Butter ausfetten. Die Hälfte des Kuchenteigs einfüllen
4) In die verbliebene Hälfte den Mohn, den Limonensaft und noch einmal zwei EL Zucker einrühren. Ebenfalls in die Form geben und glattstreichen
5) Den Kuchen ca. 1 h backen - der Stäbchentest zeigt Euch, wenn der Kuchen gar ist
6) Etwas abkühlen lassen, stürzen und mit Puderzucker bestreuen

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Montag, 3. April 2017

Salat á la Bibimbap


Das clubzimmer ist ja ein bisschen im Bibimbap-Fieber. Diese dampfende Reisschüssel mit immer anderem Allerlei und ordentlich scharfer Sauce dazu ist einfach zu köstlich. 

Und natürlich lässt sich das Prinzip des Allerleis, bei dem die einzelnen Komponenten gemeinsam zu etwas ganz Wunderbaren werden, auch auf Salat übertragen. Und so wird aus einem auf den ersten Blick langweiligen Rohkostsalat eine ziemlich spannende Angelegenheit. 

Rezept für zwei Personen

Gemüse/Salat Deiner Wahl, hier: 
2 Salatherzen
1 Avocado
Radieschen
Braune Champignons
Thai Basilikum
Minze
2 hartgekochte Eier

Furikake
25g heller Sesam
2 EL Soya
1 EL Wasser
Salz

Miso-Dressing
1 EL helles Miso
2 EL Reisessig
1 TL Rohrzucker
4 EL Pflanzenöl 

Zubereitung
1) Für das Furikake den Sesam mit einer Prise Salz würzen und in einer Pfanne sehr langsam anrösten. Soya mit Wasser verrühren, hinzugeben und so lange vorsichtig weiterrösten, bis die Flüssigkeit verdampft ist und der Sesam raschelt. Abkühlen lassen
2) Alle Zutaten für den Salat waschen, zerkleinern und neben-/aufeinander in zwei Schüsseln anrichten
3) Das Miso-Dressing anrühren, über den Salat geben und nach Geschmack mit Furikake toppen

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer!
 

Dienstag, 14. März 2017

Tofupfanne mit Pak Choi



Selten haben ich beim Schreiben des Post-Titels so gekichert wie heute. Tofupfanne .... das klingt ... nun ja ... ungewöhnlich für das clubzimmer. 

Tatsächlich war Tofu sehr lange der große Unbekannte in der clubzimmer Küche - obwohl diese wiederum schon ganz lange vegetarisch kocht. Aber Tofu? Neee, das kam nicht in den Einkaufskorb. Es fehlt schlicht die Vorstellung, wie Tofu schmeckt und was man damit machen kann. Zaghafte Versuche mit Seidentofu scheiterten auch kläglich und manifestierten die Meinung, Tofu sei nichts für das clubzimmer. Doch dann irgendwann bekam der geräuchtere Tofu eine Chance und fungierte als Wellenbrecher, denn seitdem gehört Tofu zu Standardversorgung und schmuggelt sich in immer mehr Gerichte. 

Deshalb ist diese Tofupfanne auch nicht wirklich etwas Ungewöhnliches. Nur in einem Punkt, denn wir haben zum ersten Mal gebackenen Tofu verwendet, der nicht so intensiv im Geschmack wie geräucherter ist und auch etwas weicher in der Textur. In der Pfanne mit Pak Choi und scharfer Chilisauce macht er sich ganz hervorragend!

Rezept für zwei Personen

1 Pck. gebackener Tofu in kleinen Würfeln
4-5 Pak Choi zerkleinert, gewaschen, abgetropft
2-3 Frühlingszwiebeln in Röllchen
4 Eier
Sesam
Chilisauce
Pflanzenöl

Zubereitung
1) Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen und den Tofu und das Weiß der Frühlingszwiebeln anbraten. den Pak Choi hinzugeben und dämpfen bis er zusammenfällt. Salzen und die Eier in der Pfanne aufschlagen. Bei mittlerer Hitze garen, bis die Eier gestockt sind
2) Das Grün der Frühlingszwiebeln, Sesam und Chilisauce hinzugeben und servieren

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer!

Dienstag, 28. Februar 2017

Laumwarmer Linsensalat mit Fenchel und ganz viel Ziege


Das hat man nun davon, wenn man sich nicht an Traditionen hält. Einmal nicht zur Jahreswende Linsen gegessen und gleich flattern die Rechnungen reihenweise, die Aufträge dafür tröpfelweise ins clubzimmer. 

Doch da ich den Grund des Übels nunmehr erkannt habe, schiebe ich schnell das jahresanfängliche Linsengericht hinterher. Mal zur Abwechslung nicht asiatisch, sondern  tierisch inspiriert. Quasi ein Doppel-Whopper Ziege in Form von Joghurt und Frischkäse - für den, der es mag. Alle anderen können sich natürlich auch mit der muhenden Variante behelfen - keine Frage!

Rezept für zwei Personen
150g Puy Linsen
1 kleiner Fenchel
Olivenöl 
Schnittlauch
Ziegenjoghurt
Ziegenfrischkäse

Salz
1 TL Senf
1 EL Rotweinessig
3 EL Olivenöl
Minze

Zubereitung
1. Die Puy Linsen mit 250ml Wasser bei schwacher Hitze ca. 20 min kochen, bis sie durch, aber noch bissfest sind. Abgießen und mit kaltem Wasser abspülen
2. In der Zwischenzeit den Fenchel in kleine Würfel schneiden und in etwas Olivenöl scharf anbraten. Das Dressing aus Salz, Essig und Olivenöl anrühren, wer mag nimmt noch ein paar frische Minzblätter hinzu
3. Die gekochten Linsen und Fenchelwürfel zum Dressing geben und gut vermischen. Auf zwei Tellern anrichten, Joghurt und Frischkäse verteilen und mit reichlich Schnittlauchröllchen garnieren

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Sonntag, 26. Februar 2017

Focaccia Farcita


Da der Frühling und damit der Appetit auf Frisches und Leichtes noch auf sich warten lässt, muss es heute noch mal etwa aus der Abteilung Soulfood sein. Und da dieser Tag so dermaßen grau und verregnet ist, gibt es Soulfood hoch zwei, sprich mit ganz viel Käse.

Diese gefüllte Focaccia ist üppig mit Taleggio gefüllt und schmeckt ofenwarm zum dahinschmelzen lecker. Doch wie bei vielen anderen Sachen auch, will hier gut Ding Weile. Dem Teig tut es einfach gut, wenn er länger als zwei Stunden im Warmen stehen und gehen darf, gerne auch über Nacht. Bedeutet, dass Ihr Euren Appetit auf dieses Soulfood ein wenig planen müsst, eine Spontanaktion ist das leider nicht.

Rezept 
1 Kartoffel
150g Mehl Typ 00
150g Semolina 
Salz
12g frische Hefe
125ml warmes Wasser
Zucker

Taleggio
Kirschtomaten
Rosmarin
großes Meersalz
Olivenöl

Zubereitung
1. Am Vortag den Teig vorbereiten. Hierfür eine Kartoffel schälen, kochen und fein zerdrücken. Wenn sie erkaltet ist, kommt sie mit zu den beiden Mehlsorten und einer Prise Salz
2. In der Zwischenzeit die Hefe mit einer Prise Zucker in dem handwarmen Wasser auflösen. Mehl-Kartoffel- und Hefe-Wasser-Mischung mit einem Holzlöffel in einer Schüssel verrühren und kurz auf der Arbeitsplatte kneten. Der Teig sollte noch etwas klebrig und spröde bleiben. In eine saubere Schüssel geben, abdecken und bis zum Backtag bei Zimmertemperatur gehen lassen
3. Den Teig dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Eine Hälfte der Teigplatte mit dünnen Scheiben Taleggio belegen, die andere Hälfte drüberklappen. Die Focaccia auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit grobem Meersalz und klein gehacktem Rosmarin bestreuen und ein paar zerdrückten Kirschtomaten belegen. Mit einem sauberen Küchentuch bedecken und noch einmal eine Stunde gehen lassen
4. Den Ofen auf 200° Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Focaccia großzügig mit Olivenöl besprenkeln und für ca. 20 Minuten backen

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer!



Montag, 6. Februar 2017

Brioche-Pistazienkranz


Die süße Weihnachtszeit liegt nun lange genug zurück, um mal wieder Appetit auf einen Kuchen zu bekommen. Um genau zu sein, war mir eigentlich nach den sündhaften schmatzigen Limonenschnecken vom letzten Jahr. Allein beim Gedanken daran läuft mir das Wasser im Mund zusammen, aber Februar ist nunmal nicht so richtig Limonentemperatur und Abwechslung schadet ja auch nie - oder?

Also habe ich die Dosis an Pistazien deutlich erhöht, nicht geschneckt, sondern gekringelt. Und egal ob schneckig oder kringelig - lecker is´ beides!

Rezept

Teig
300ml Milch
50g Butter
450g Mehl Typ 550
1 Pck. Trockenhefe
60g Zucker
Salz
1 Ei

Füllung
75g zimmerwarme Butter
50g Zucker
100g Pistazien
1TL Kardamon

Guss
30g Puderzucker
Saft von 2 Limonen

1 Handvoll zerhackter Pistazien

Zubereitung
1) Für den Teig die Milch vorsichtig erwärmen und die Butter darin schmelzen. Das Mehl mit der Hefe, dem Zucker und einer Prise Salz mischen. Die Butter-Milch und das Ei hinzugeben und für ca. 5 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit von der Küchenmaschine kneten lassen. Der Teig soll ganz elastisch, aber nicht zu feucht werden, eventuell müsst Ihr noch löffelweise Mehl hineinarbeiten, bis er sich gut vom Rand löst und in einem Stück entnehmen lässt. Den Teig dann in eine saubere Schüssel geben, abdecken und an einem warmen Ort für mindestens eine Stunde gehen lassen
2) Für die Füllung alle Zutaten mit einem Pürierstab zu einer homogenen, streichfähigen Masse verarbeiten
3) Den Teig auf einer bemehlten Unterlage zu einem großen Rechteck ausrollen. Mit der Füllung bestreichen. Von der unteren Längsseite nach oben hin aufrollen und die Rolle dann mit einem scharfen Messer längs halbieren. Diese beiden Zöpfe dann ineinander verschlingen und zu einem Kranz formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und mit einem Küchentuch abdecken. Weitere 30 Minuten gehen lassen
4) Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Kranz auf mittlerer Schiene für ca. 20 Minuten backen. Herausnehmen und leicht abkühlen lassen
5) Den Puderzucker mit dem Limonensaft verrühren und den Kranz damit bestreichen geben, die Pistazienstreusel verteilen

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer! 

Donnerstag, 26. Januar 2017

Sophia Loren ...

... backt Pizza. Das passende Photo zum beliebtesten Post des clubzimmers ...



Montag, 23. Januar 2017

Lachs -Bibimbap



Egal. Dann starten wir eben in das neue Jahr mit einem Tabubruch. Eigentlich (und jetzt muss jeder Hobbypsychologe gewarnt zumindest die rechte Augenbraue runzeln) werden im clubzimmer seit geraumer Zeit nur Photos gepostet, die bei Tageslicht aufgenommen werden können. 


Denn ohne Tageslicht im clubzimmer zu fotographieren
führt zu Bilderkrücken, die zwar die Lachmuskeln aktivieren, aber nicht den Appetit anregen.  

Wer mir das nicht glaubt, please have a look
in die Anfangszeiten des clubzimmers ...:


Das waren die Photos zu einer sehr köstlichen Misosuppe mit Tempura - also das da in dem ganzen Weiß, immerhin anspruchsvoll mit Stäbchen dekoriert (auch das habe ich
bald aufgegeben, ich bin nun mal keine Dekodüse..).


Diese lustigen grünen Mumien mit auf rotem Blutbett waren
leckere, vegetarische Krautwickel in einer Tomatensauce.
Vermutet man nicht wirklich - die Zahl der Aufrufe dieses Rezepts ist einstellig ...


Und das letzte Beispiel zeigt keine missratene Torte vor dem Übertünchen mit Zuckerguss, sondern eine überaus
leckere Reistimbale mit Thunfischfüllung. 


Reicht oder?  






Diese mehr oder weniger freiwillige Selbstbeschränkung führt zwangsläufig dazu, dass in den Wintermonaten keine Posts veröffentlicht werden, die zeigen, was im clubzimmer abends geschmaust wird. Und das ist  - Kurve kratz - in vielen Fällen sehr schade, beispielsweise beim Bibimbap - Kurve gekriegt. 

Und da das clubzimmer auch als Rezeptesammlung dient, die es mir erspart, nach Lieblingsrezepten in den gefühlt hundert Kochbüchern zu suchen, gibt es heute ein Bibimbap Rezept. Was ganz schlicht ist. Denn eigentlich nimmt man alles, was a) der Kühlschrank so hergibt und b) auf das man auch Lust hat. Bei uns ist das heute Blumenkohl, Spinat, Kimchi, Gurke und Lachs. Das Gemüse werden einzeln im Wok gegart. Schön angeröstet, wie der Blumenkohl. Mit etwas Sesamöl und Sesam gewürzt, wie der Spinat. Und auf der Haut angebraten, wie der Lachs - der mag es auch, wenn man ihn vorab mit Mirin und Sesamöl mariniert. Die kleinen Gurkenstückchen werden natürlich nicht gebraten, sondern mit Mirin, Reisessig mit Chiliflocken mariniert. Alle Zutaten dann in Schüsseln mit warmem, dampfenden Reis betten. Hübsch versteht sich! Obendrauf - und das ist sehr wichtig - ein Spiegelei. 

Und dann kommt noch das hinzu, was aus dieser Auflistung ein Rezept macht: Die Sosse! Denn über das Ganze gehört final eine scharfe Sauce. Die schüttet man sich in die Schüssel, rührt alles - ja, auch das Spiegelei - gut um und genießt!

Bibimbap-Sauce
2 TL Gochojang oder Kimchi-Sauce
1 kleingeschnittene rote Chili
1 fein gehackte Knoblauchzehe  
2 TL Soja
1 TL brauner Zucker
1 TL Reisessig
1 TL Sesamöl  

Lasst es Euch schmecken,
Eurer clubzimmer!