Montag, 22. Juni 2015

Auberginendöner





Noch eine Anregung aus dem von mir jüngst lobgehudeltem "Street Food - Deftig vegetarisch" von Anne-Katrin Weber - ich hatte es ja schon angedroht!

Dieser Auberginendöner ist gefüllt mit schmatziger Grillaubergine, außerdem landete dann noch eine gegrillte Paprika, frische Tomate und ordentlich Petersilie in dem noch warmen Fladenbrot. Der tatsächliche Clou ist die Kichererbenscreme, die die einzelnen Komponenten zu einem überaus geschmackvollen Stullenwunder verbindet. Wiederholung garantiert!

Rezept für zwei Personen

1/2 Fladenbrot nach diesem Rezept
1 kleine Aubergine
1 rote Paprika
4 Kirschtomaten
Petersilie
Olivenöl

1 Dose Kichererbsen
4 EL Tomatenmark
Sumach
geschroteter Chili
Salz
Ras el Hanout
Limonensaft

Zubereitung
Die Aubergine längs in schmale Scheiben schneiden und mit Olivenöl bestreichen. Die Paprika putzen und in Stücke schneiden. Eine Grillpfanne erhitzen und die Auberginenscheiben und Paprikastücke darin braten, bis sie weich geworden sind und Röststellen bekommen haben. Herausnehmen und salzen.

Die Kichererbsen abschütten, mit kalten Wasser abspülen und gut abtropfen lassen. Mit dem Tomatenmark und etwas heißem Wasser mit einem Stabmixer zu einer Creme verarbeiten und  mit den Gewürzen und dem Limonensaft abschmecken. 

Die Tomaten in Scheiben schneiden, die Petersilie hacken. 

Das Fladenbrot teilen, die Taschen aufschneiden, jeweils mit Kichererbsencreme bestreichen, die Auberginen, Paprika und Tomaten verteilen und mit Petersilie bestreuen. 


Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer!

Donnerstag, 18. Juni 2015

Anne-Katrin Weber, "Street Food - Deftig vegetarisch" - zum Dauerkochen




Ich hatte es Euch versprochen: Bevor ich dieses Kochbuch in Grund und Boden gekocht habe, stelle ich es Euch noch geschwind vor. 
Womit ich das Fazit  vorweg nehme: "Street Food - Deftig vegetarisch" ist ein tolles Kochbuch und hat es mühelos in die Top 10 des clubzimmers geschafft - wo sich immerhin der Herr Locatelli und Frau Hazan fest eingenistet haben und eine hohe Messlatte für jede Neuerscheinung darstellen!

Für eingefleischte Soul- und Fast- Food Liebhaber wie mich ist natürlich schon das Cover  ein schlagendes Argument dafür, dieses Buch zu lieben: Wie lecker sieht das denn aus?! Die Frequenz der leichten Schnapatmung verstärkt sich bei einem Blick ins Buch. Die Food-Fotographie macht große Lust, sofort loszukochen (denn vor dem Genuss steht die Arbeit, eigentlich würde ich am liebsten sofort losessen) und hat einen angenehm aufgeräumten, klaren Style, der abwechslungsreich und wohltuend uninszeniert ist. Kein Zufall, denn mit Wolfgang Schardt war hier ein Food- und Interior-Fotograf am Werk, dessen zeitgemäße Ästhetik sich im redaktionellen Teil verschiedener Magazine und im Bereich der Werbung wiederfindet. 

Dieser moderne und unprätensiöse Sound wird natürlich von der Autorin Anne-Katrin Weber vorgegeben, die lange Jahre in der Food-Redaktion der populärsten deutschen Frauenzeitschrift gearbeitet hat und nun als Food-Stylistin für Verlage im In- und Ausland tätig ist - wenn sie nicht gerade hervorragende Kochbücher schreibt. 

"Street Food - Deftig vegetarisch" ist nicht ihr Erstling, sondern eine Fortsetzung von "Deftig vegetarisch", der sich damit rühmen kann, einer der erfolgreichsten Titel der letzten Jahre im Bereich der vegetarischen Küche zu sein - und sicherlich einer der nächsten, der im clubzimmer Einzug halten wird. 

In "Street Food - Deftig vegetarisch" hat Anne-Katrin Weber Rezepte aus aller Welt vereint, die unkompliziert zuzubereiten und ebenso unkompliziert zu essen sind - Street Food eben. Doch das ist gar nicht das Besondere, solche Rezepte (und Kochbücher) gibt es viele. Doch nur wenigen gelingt es, diesen dann doch bekannten Rezepten einen neuen Auftritt zu verschaffen, der sie in einem anderen Licht erstrahlen lässt. Und: Dabei nicht bemüht, sondern spielerisch und sehr souverän rüberzukommen. Anne-Katrin Weber vermittelt hier großes Gespür für gelungene Kreationen und ein Händchen dafür, eine alltagsnahe, praktikable Küche zu vermitteln. Ich behaupte mal ganz locker flockig, dass sich jedes Gericht in diesem Buch in einer deutschen Küche ohne große Schwierigkeiten nachkochen lässt. Und dabei wird immer etwas herauskommen, das man so noch nicht gegessen hat und das in der Zusammenstellung der Zutaten und Gewürze überzeugt. 

Das liegt auch an der Erläuterung der Zubereitung. Diese erfolgt in klar gegliederten, verständlichen Schritten, denen man ohne großes Nachdenken folgen kann. Sehr schön auch, dass es zu vielen Rezepten noch Tips gibt, wie diese abzuwandeln sind. Anne-Katrin Weber verzichtet dabei auf das persönliche Grundrauschen im Sinne von ".... auf meinen vielen Reisen durch Asien ....", sondern lässt die Rezepte für sich sprechen - und die Photos. Jedes Rezept darf sich auf einer Doppelseite mit einem Photo präsentieren. Die Gliederung der Rezepte nach Zubereitungs- bzw. Verzehrarten ist nachvollziehbar, aber auch recht unerheblich, da man schon nach kurzer Zeit leicht verzweifelt anfängt zu überlegen, wann man das alles nachkochen soll. Sehr gut haben mir die Grundrezepte gefallen, die an das Ende des Buches gestellt sind und es einem ermöglichen sollen, wirklich alles selbst zu machen. Das soll im Übrigen nicht unerwähnt bleiben, denn das gefällt mir besonders gut: Bei Anne-Katrin Weber wird der Tortillafladen nicht gekauft, sondern selbst gemacht, ebenso wie das Fladenbrot etc. - wenn man will und Zeit dafür hat. 

Sehr positiv auch das Register. Zunächst einmal hat man eine Übersicht aller Rezepte in den einzelnen Kapiteln und dann ein Zutatenregister. 

Mein Fazit: Ein tolles Kochbuch! Sowohl für die Tage, an denen man nicht weiß, was man essen soll, als auch für die Tage, an denen man richtig Lust hat, zu kochen. 

Bereits nachgekocht: 

Peperonate mit Grillkäse
Paprikagemüse mit Dill & Pistanzien - neee klar. Wie toll diese Kombination ist, zeigt dieses Rezept. Nun ein Klassiker im clubzimmer - das geht immer!

Zimtschnecken
Weniger Street als Soul Food - hier herrlich fluffig und unwiderstehlich

Gemüsemuffins
Im clubzimmer gab es sie als Spargelmuffins, im Kochbuch stehen sie als Zucchinimuffins. Ich sag mal: Egal was drin ist, lecker sind die Muffins allemal!

Fladenbrot
So langsam wird das clubzimmer zur Backstube - dank der tollen Rezepte, die so einfach und gelingsicher sind, dass man einfach immer ein frisches Brot aus dem Ofen ziehen möchte

.... und es folgt noch mehr!

Donnerstag, 11. Juni 2015

Heidelbeer-Schmandkuchen


Made with love - das macht Kuchen so besonders. 

Ganz unabhängig vom Anlass. Das kann der Geburtstag eines lieben Menschen sein, der mir am Herzen liegt und dem ich so eine Freude bereiten möchte oder aber der Besuch reizender Nachbarn, die ich damit besonders herzlich willkommen heißen möchte. 

Und auch ganz unabhängig vom Kuchen. Hauptsache selbstgebacken. Dann muss er nicht pompös und perfekt daherkommen, sondern darf genauso gerne ganz schlicht und einfach sein. 

Denn das Besondere ist auch in diesem Fall - wie so oft im Leben - nicht offensichtlich. Es ist etwas, das es bestimmt nicht zu kaufen gibt. Sondern etwas, das man nur mit dem Herzen gibt und sieht. 

Zutaten 
100g Zucker
100g Butter
2 Kardamonkapseln
1/2 Vanille
3 Eier
150g + 50g Schmand
180g Mehl Typ 405
2 TL Backpulver
160g Heidelbeeren

Zubereitung
Die Butter mit dem Zucker cremig rühren. Die Kardamonkapseln öffnen, die Kerne entnehmen und fein mahlen.Mit dem Mark der Vanille hinzugeben und dann nach und nach die drei Eier einarbeiten. 150g Schmand einühren und dann das Mehl und das Backpulver hinzugeben und gut verrühren. 

Den Ofen auf 180°C (Umluft) vorheizen und eine Springform gut ausfetten.  Den Teig in die Form geben und den restlichen Schmand auf der Oberfläche gemeinsam mit den Blaubeeren verteilen. Mit einer Gabel Schmand und Blaubeeren teilweise leicht unterheben. 

Für 40-45 Minuten backen, etwas auskühlen lassen, mit Puderzucker bestreuen und ein paar frische Heidelbeeren verteilen. Und dann: Freude bereiten!

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer!

Montag, 8. Juni 2015

Avocado-Grapefruitsalat mit Granatapfel & Schafskäse


Sieht aus wie ein typischer Ottolenghi, ist aber keiner! Und der Koch, von dem er stammt, steht sicherlich außerhalb jeden Verdachts, Ottolenghi zu kopieren, schmückt sein eigenes Restaurant doch schon seit einigen Jahren ein blitzender Stern. 

Es gibt allerdings - neben der Vorliebe für opulente, kreative Salate - noch eine weitere Ähnlichkeit zwischen diesen beiden Köchen: Ihre Namen sind einfach schwer auszusprechen. Oder geht Euch Güngörmüs locker von den Lippen? Doch merken solltet Ihr Euch diesen Namen gewiß. Und für den Fall, dass Ihr in Hamburg oder in München mal so richtig schön essen gehen möchtet, etwas Geld im Sparstrumpf sammeln. Es sei denn, Ihr habt so wie ich eine entzückende Tante, deren größter Wunsch es für ihren Hamburgaufenthalt war, bei Ali Güngörmüs einzukehren. Und uns dazu eingeladen hat!

Ein unvergessliches Essen, nicht nur wegen der vortrefflichen Speisen, sondern auch wegen der schönen Gesellschaft. Danke, liebe Tante!



Zutaten für zwei Personen
1 Avocado
1 Granatapfel
1 Grapefruit
Schafskäse (den ich ganz eigenständig addiert habe, damit wir satt werden ...)
Basilikum

Dressing
Salz
1 EL Weißweinessig
1 TL Granatapfelsirup
1 EL Sumach
1 TL süßer Senf
Cayennepfeffer
Pfeffer
4 EL Olivenöl

Zubereitung
Und hierfür hätte ich mir die Küchenbrigade aus dem Le Canard gewünscht ....denn zunächst einmal müssen die Granatapfelkerne befreit und das Fruchtfleisch aus der Grapefruit geholt werden. 

Eine gefühlte halbe Stunde später kann man dann die Granatapfelkerne und die Grapefruitstücke vorsichtig mit dem grob zerteilten Avocadofleisch und dem Schafskäse vermischen. 

Alle Zutaten für das Dressing gut miteinander verrühren und mit dem Basilikum über den Salt geben. Vorsichtig unterheben und servieren. 

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer!

Rezept nach Ali Güngörmüs "Mediterran. 100 kreative Rezepte rund ums Mittelmeer" DK Verlag

Mittwoch, 3. Juni 2015

Fladenbrot


An einem frisch gebackenen Brot führt ja bekanntlich kein Weg vorbei. Doch es bedarf natürlich eines leistungsstarken Ofens, um ein gutes Brot backen zu können .... und hier liegt die Krux. Denn im clubzimmer residiert ein altersschwacher, lungenkranker Italiener, seines Zeichens Standherd mit eigentlich sechs Flammen und einem großen Ofen. Eigentlich. Denn von den sechs Flammen funktionieren nur noch fünf, der Ofen wird nur noch unregelmäßig beheizt. Ischa Glump, wie mein Schwiegervater nun sagen würde!

Immerhin gelingt es mir mit sanfter Hand und vielen Argumenten, den alten Italiener immer mal wieder zur Zusammenarbeit zu bewegen. Und dann darf er neben viel Pizza, ein wenig Süßkram auch immer häufiger Brot backen. 

Unser Bäcker bekommt uns jedenfalls fast nicht mehr zu Gesicht. Wozu auch, wenn man selbst Ciabatta und nun auch Fladenbrot backen kann? Dieses Rezept ist übrigens ein weiteres aus dem "Street Food - Deftig vegetarisch" von Anne-Katrin Weber, dass ich Euch noch unbedingt vorstellen muss, bevor ich es in Grund und Boden gekocht habe. Wie alle anderen Rezepte aus diesem Buch, die wir bislang ausprobiert haben, ist auch das Fladenbrotrezept eine ganz sichere Bank, super easy, super lecker!

Dennoch werde ich in den nächsten Tagen ein anderes Rezept ausprobieren. Weshalb und von wem, verrate ich Euch dann!

Rezept für ein Fladenbrot
500g Mehl Typ 550
12g Salz
10g frische Hefe
1 EL Olivenöl

Olivenöl
Sesam

Zubereitung
Am Tag, bevor Ihr das Fladenbrot essen möchtet, müßt Ihr den Teig ansetzen. Hierfür das Mehl mit dem Salz vermischen, die Hefe und 1 EL Olivenöl hineinbröseln und mit 420g kaltem Wasser angießen. Von der Küchenmaschine zunächst 10 Minuten auf kleiner Stufe, dann 5 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit durchkneten lassen. 

Eine große Schüssel mit Olivenöl einreiben und den sehr flüssigen Teig hineingeben, abdecken und für mindestens 15 Stunden im Kühlschrank gehen lassen. 

1 Stunde vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen. Den Backofen auf 250°C (Unter- und Oberhitze) vorheizen und eine ofenfeste Form mit kaltem Wasser auf den Boden stellen. 

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen, jeweils die Hälfte des Teigs darauf fließen lassen. Den Teig mit nassen Händen vorsichtig in Form drücken, die Luftblasen sollten nicht eingedrückt werden! Mit etwas Wasser benetzen und mit Sesam bestreuen. 

Das Brot auf mittlerer Höhe für 12-15 Minuten goldgelb backen, auf einem Gitter abkühlen lassen, mit dem zweiten genauso verfahren. 

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer!