Donnerstag, 31. Oktober 2013

Tomaten-Quiche mit Ziegenkäse


Gerade in Phasen, in denen das clubzimmer noch mit anderen Dingen außer dem Kochen beschäftigt ist, gibt es mir ein gutes Gefühl, allerlei Zutaten in den Kühl- und Vorratsschränken zu haben, aus denen ich in Windeseile etwas Leckeres machen kann.

Und etwas Warmes aus dem Ofen, dann noch mit etwas Käse dabei, ist auf alle Fälle auch noch gut für die Seele. 

Neben der Variante mit Zucchini ist diese Tomaten-Quiche ein gern gesehener Klassiker im clubzimmer, der sich mit unterschiedlichen Käsesorten und frischen Kräutern natürlich beliebig variieren lässt.

Rezept für zwei Personen

1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal
5 Tomaten, in schmalen Scheiben
1 Rolle Ziegenkäse
1 verkleppertes Ei
1 Peperonie in kleinen Stücken
Salz
Pfeffer
Balsamico-Creme

Zubereitung
Den Backofen auf 180° C (Umluft) vorheizen.

Den Blätterteig ausrollen, die Ränder umklappen (ca. 0,5 cm) und mit dem Ei bestreichen. 

Mit den Tomatenscheiben belegen, mit Salz und Pfeffer würzen und die Peperonie und den Käse darauf verteilen.

Für ca. 20 min im Ofen backen. Herausnehmen, etwas Balsamico-Creme darüber verteilen und aufschneiden.

Diese Quiche eignet sich auch hervorragend als Finger Food. Dann schneide ich den Blätterteig in kleine Quadrate, auf die gerade eine Tomatenscheibe Platz findet. Super, wenn man Gäste erwartet, denn die Quiche schmeckt auch lauwarm oder kalt, muss also nicht auf den Punkt in den Ofen.



Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Zucchini-Salat mit Rucola

Im clubzimmer wird zwar viel und durchaus mal lange gekocht, aber natürlich sind die Rezepte, die schnell gemacht sind und dabei richtig gut schmecken, überaus willkommen.

Denn es gibt einfach Situationen, in denen es gilt, die Zeit in der Küche zu minimieren, um die Stunden auf der Wiese in den letzten Sommerstrahlen zu maximieren.


Da kam mir dieser Salat sehr gelegen, der sehr schnell angerichtet ist und dank seiner guten Zutaten herrlich schmeckt!





Rezept für zwei Personen

2 mittelgroße Zucchini, in ca. 5 mm Längsscheiben
1 Bund Rucola, gewaschen, geschnitten
Italienischer Frischkäse
Salz
Pfeffer
Olivenöl

Zubereitung
Die Zucchinischeiben von beiden Seiten einölen, mit Salz & Pfeffer würzen und in einer heißen Grillpfanne anbraten, bis sie auf beiden Seiten die typischen Grillpfannenstreifen zeigen.

Auf Tellern verteilen, Rucola, Frischkäse und Olivenöl drüber geben, anrichten.



Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer

Dienstag, 29. Oktober 2013

Pasta mit Rucola-Walnuss-Pesto





Wenn es nach mir ginge, könnte immer ein Gläschen selbstgemachtes Pesto im Kühlschrank stehen. Denn Pesto passt für mich (fast) immer: Zur Stulle, auf die Pizza, mit einer Pasta, zu guter und zu schlechter Laune, bei schönen und bei schäbigem Wetter. Noch besser wäre es natürlich, wenn gleich mehrere Gläser, zur Auswahl ständen, in rot, in grün, mit Basilikum, mit Petersilie oder eben mit diesem Rucola-Walnuss-Pesto, das wir erstmals ausprobiert haben.

Auf die Idee hat uns ein Beutelchen ganz frisch geernteter, köstlicher Walnüsse gebracht, die wir quasi als Beute vom Heimatbesuch in Süddeutschland mit ins clubzimmer nehmen durften. So frische Walnüsse schmecken einfach unvergleichbar intensiv und dabei doch ganz zart - eben nicht so penetrant und  muffelig, wie man sie oft kaufen kann. 

Mit diesem kleinen Schatz in der Hand und dem richtigen Kochbuch im Regal war das Pesto schnell gemacht und konnte auf ganzer Linie überzeugen. Selbst der Clubchef, seines Zeichens kein ausgewiesener Pesto-Fan, konnte sich dem Charme dieses nussig, pfeffrigen Pestos nicht entziehen!

Rezept für zwei Personen
250 g Pasta (heute im clubzimmer: Bucattini)

Pesto
1 Bund Rucola
100 g frische Walnüsse
1 Knoblauchzehe
2 Handvoll frisch geriebener Parmesan
Salz
Pfeffer
Olivenöl

Butter

Zubereitung
Das Nudelwasser aufsetzen.

Rucola klein schneiden, waschen, gut abtrocknen. Gemeinsam mit den Walnüsse, der Knoblauchzehe, einer Handvoll Parmesan, einer ordentlichen Prise Salz und einem großem Schluck Olivenöl in den Blender geben und pürieren. Dabei weiteres Olivenöl hinzugeben, bis das Pesto homogen und nicht mehr zu fest, aber auch nicht zu flüssig ist. Mit Salz (bei uns brauchte das Pesto viel Salz) und Pfeffer abschmecken.

Die Nudeln abgießen und recht feucht in eine Schüssel geben. Die gewünschte Menge Pesto und einen Stich Butter hinzugeben und vermengen. Wenn es sehr trocken ist, etwas Nudelkochwasser hinzugeben. 

Auf zwei Teller verteilen und mit Parmesan bestreuen.

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

(Quelle: Russell Norman, "Die venezianische Küche")

Montag, 28. Oktober 2013

Miesmuscheln satt

So manche Ruck-Zuck-Gerichte sehen auf den ersten Blick gar nicht danach aus. Jedenfalls hätte ich früher nie gedacht, dass eine große Schüssel frischer, wunderbar duftender Muscheln schneller auf dem Tisch steht als eine Tiefkühlpizza. 

Wobei Muscheln allemal die bessere Alternative sind, sind sie doch durch und durch natürlich und schmecken vollkommen unverfälscht nach ihrem Element. 

Und bei ihnen gibt es auch keinen Ekelfaktor, was bei anderen Meeresfrüchten oder bei Fisch vielleicht so manch einen davon abhält, sich daran zu versuchen. 

Also quasi ein Anfänger-Gericht mit Gelinggarantie, denn schief gehen kann hieran nichts!



Rezept für zwei Personen

2 kg Miesmuscheln
1 Möhre in kleinen Würfeln
1 Stange Staudensellerie in kleinen Würfeln
1 Schnapsglas Pernod
1 Weinglas Weißwein
Olivenöl

Zubereitung
Die Miesmuscheln in eine große Schüssel mit kaltem Salzwasser geben. Alle beschädigten und weit geöffneten Muscheln aussortieren, Bärte und Algenablagerungen entfernen.

In einer großen Kasserolle die Möhre und den Sellerie in etwas Olivenöl anschwitzen. Mit Pernod ablöschen und Weißwein aufgießen. Wenn alles schön dampft, die Muscheln hinzugeben, schnell umrühren und einen Deckel auflegen. 
Nach ca. 5 Minuten sollten alle Muscheln geöffnet sein, sonst noch einmal umrühren und die Muscheln bei geschlossenem Deckel ein paar Minuten weiter kochen.

Zu den Muscheln passt - neben dem obligatorischen Glas Weißwein - wunderbar ein frisches Topfbrot!



Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Sonntag, 27. Oktober 2013

In dieser Woche ...

... muss es im clubzimmer schnell gehen. 

Wer kennt sie nicht, diese Phasen, in denen man keine Zeit & Muße hat, sich mit dem Kochen zu beschäftigen. In denen man aber trotzdem etwas gutes Essen möchte -
 nur eben mit kleinem Aufwand in punkto Einkauf, Vorbereitung und Kochen. 

Und wir gerade einmal wieder in solch einer Phase stecken, heißt es in dieser Woche :

Auf die Schnelle

Wie immer oft mit Fisch und frischem Gemüse, mal eine kalte Mahlzeit,
aber natürlich auch etwas Warmes.

°°^°°^°°

Samstag, 26. Oktober 2013

Augenblick




°° Ohne Worte °°

Freitag, 25. Oktober 2013

Pizza á la Clubchef

Zwischen dem Clubchef und mir herrscht in vielen Dingen große Einigkeit. Was man nicht vermuten würde, wenn man sich unsere Pizzen betrachtet. Während ich die weißen, eher puristischen Pizzen bevorzuge, mag der Clubchef es gerne pikant. Und mit Fisch sowieso. Und dass diese Pizzen auch lecker sind, glaube ich sofort, deshalb möchte ich sie Euch nicht vorenthalten.

Diese Pizza á la Clubchef ist eine tolle Variante, weil sie im Prinzip mit den Sachen gemacht werden kann, die im clubzimmer sowieso immer vorrätig sind: Tomatensugo, Anchovis, Oliven und Kapern. Das heißt, dass auch die spontane Lust auf eine Pizza locker befriedigt werden kann, ohne erst einkaufen fahren zu müssen. Für einen Ländler durchaus ein Argument!



Rezept für zwei Pizzen

Pizzateig nach dem bewährten Rezept
4 EL Ofentomatensauce spicy & fishy
2 Handvoll geriebenen Scarmoza
12-14 Anchovis
18-20 grüne Oliven ohne Stein
2 EL Kapern
Oregano
Olivenöl

Zubereitung
Den Herd auf 260° C (Umluft) vorheizen.

Den Teig wie beschrieben vorbereiten und ausrollen und auf ein Backblech mit Backpapier legen. Mit der Tomatensauce bestreichen und mit Oregano würzen. Erst den Scarmoza, dann die Anchovis, Oliven und Kapern verteilen. Ein paar Spritzer Olivenöl und für ca. 10 Minuten in den Ofen.

Wenn die Pizza die richtige Bräunung hat, herausholen und servieren.

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!




Donnerstag, 24. Oktober 2013

Pasta al nero di seppia



Es gibt Dinge, auf die kann man sich im clubzimmer verlassen. Zum Beispiel, dass regelmäßig sizilianisch gekocht wird und dabei auch der große Tintenfisch-Appetit des Clubchefs gestillt wird.

Wie ich bereits in der Rezension zu Giorgio Locatelli "Sizilien" geschrieben habe, hat er ein herrliches Pasta-Tintenfisch Rezept, das inzwischen einen festen Platz auf unsere Top 10 Pasta-Liste einnimmt. 

Deshalb sind auch immer alle essentiellen Zutaten vorrätig, das geht bei diesem Rezept nämlich wunderbar. Tintenfisch lässt sich prima einfrieren und abgepackte Tintenfischtinte hält sich im Kühlschrank ewig - Nudeln und Dosentomaten sind sowieso immer da!

Rezept für zwei Personen

250 g Pasta
500 g Tintenfisch, in dünne Streifen/Stücke geschnitten
1 Beutelchen Tintenfischtinte
1 Dose Tomaten
1 gehackte Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz
Pfeffer (gerne Langer Pfeffer)

Zubereitung
Das Nudelwasser aufsetzen.

In einer großen Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und den Knoblauch anschwitzen. Dann den zerkleinerten Tintenfisch hinzugeben und eine Minute anbraten. Dann die Tintenfischtinte und die Dosentomaten hinzugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und 15 Minuten bei mittlerer Temperatur garen. 

Die Pasta abgießen und zur Soße in die Pfanne geben. Durchmischen - fertig!

Und weil diese Pasta zu den Lieblingsnudeln im clubzimmer gehört, möchte ich sie beim aktuellen Blog-Event von Schätze aus meiner Küche einreichen, bei dem Lieblings-Pasta-Klassiker gesucht werden.

Pasta-Klassiker Banner
 
Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer

(Quelle: Giorgio Locatelli "Sizilien")

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Thunfisch Messiner Art




Nicht zuletzt seit unserem Urlaub auf Sizilien haben wir eine ausgeprägte Vorliebe für die kräftigen Aromen und den unverfälschten Geschmack, die für diese Küche so kennzeichnend sind.

So geschieht es nun auch regelmäßig, dass ein gutes Stück Thunfisch nicht wie sonst ganz puristisch verzehrt, sondern mit einer würzigen Sauce serviert wird. 

Die Anregung für dieses Rezept stammt mal wieder von Giorgio Locatelli, dessen Kochbuch "Sizilien" tatsächlich eine schier unerschöpfliche Quelle toller Rezepte ist. Er verwendet dort Schwertfisch anstatt des Thunfischs, aber da sich beide Fische in der Konsistenz ihres Fleisches ähneln, funktioniert es auch mit Thunfisch sehr gut.

Es ist eines dieser Gerichte, bei dem schon das Kochen ganz besonderen Spaß und einen lustvollen Vorgeschmack auf das Essen macht. Wenn sich die Aromen der einzelnen Zutaten in der Pfanne vereinen und man bei diesem köstlichen Duft und einem schönen Glas Wein in der Hand auf den richtigen Zeitpunkt wartet, um alles zu einem guten Ende zu bringen - herrlich!


Rezept für zwei Personen
(in enger Anlehnung an Giorgio Locatelli)

2 Thunfischsteaks
1 Handvoll schwarzer Oliven, entkernt in kleinen Stücken
1 EL Kapern
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
6 Sardellenfilets
1 Dose Tomaten
1 Glas Weiswein
Olivenöl
Salz
Pfeffer
gehackte Petersilie

Zubereitung
Den Knoblauch und die Sardellenfiles in heißem Öl sanft anschwitzen, bis die Sardellenfilets schmelzen. Dann die Kapern und die Oliven hinzugeben und mit Weiswein ablöschen. 

Die Tomaten hinzugeben, kräftig pfeffern und salzen und bei geschlossenem Deckel so lange köcheln lassen, bis die Tomaten ganz weich geworden sind.

In einer heißen Pfanne die Thunfischsteaks von jeder Seite ca. 1 Minute scharf anbraten, salzen und pfeffern und in die Soße geben. Bei mittlerer Hitze kurz durchziehen lassen und zum Servieren Petersilie drüber geben.

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Dienstag, 22. Oktober 2013

Warmer Octopussalat mit frischen Kartoffeln

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Dass nicht die Zubereitung des Pulpo das Problem ist, habe ich ja bereits berichtet.

Was ich aber vorher gar nicht bedacht hatte, war die Größe eines solchen Tieres und damit die Menge an Fleisch, die es zu verzehren gilt. Unser Pulpo wog lockere 1,5 kg - dann doch zuviel für zwei Personen. Da auf die Schnelle keine Gäste zu finden waren, die sich gemeinsam mit uns auf den Pulpo stürzen wollten, galt es also, ihn auf mehrere Mahlzeiten aufzuteilen. Neben den köstlichen Spaghetti fiel unsere Wahl auf einen Salat mit Kartoffeln.

Frische heimische Kartoffeln werden derzeit quasi vor unserer Haustür geerntet, passt also prima. Und die Kombination mit dem Pulpo hat sich auch als sehr geschmackvoll erwiesen, wo hingegen wir von der Möhre und dem Sellerie nicht ganz so überzeugt waren. Aber das ist sicherlich Geschmackssache!



Rezept für zwei Personen (als Hauptspeise)

ca. 750 g Pulpo, nach diesem Rezept gegart und in mundgerechte Stücke geschnitten
8 gekochte Kartoffeln, in mittelgroßen Würfeln
1 Möhre in dünnen Streifen
1 Selleriestange in kleinen Würfeln
Pfeffer
3 EL Olivenöl
1 EL Weißweinessig
1 Handvoll Petersilie
Chili-Pulver
Saft einer Zitrone

Zubereitung
Das Olivenöl mit dem Essig, etwas Pfeffer, Chili-Puliver und dem Zitronensaft verrühren. 

Den Pulpo, die Kartoffeln und einen Großteil der Petersilie hinzugeben und vorsichtig durchmischen. Die Karotte und Sellerie mit in die Schüssel geben und ebenfalls unterheben. 

Mit etwas Olivenöl beträufeln und den Rest der Petersilie darüberstreuen und servieren.

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer!

Montag, 21. Oktober 2013

Pasta mit Miesmuscheln

Immer wieder Sonntags - Quatsch, immer wieder im Herbst überkommt uns ein wahrer Heißhunger auf Muscheln. Natürlich stellt sich hier auch die berühmte Huhn-Ei-Frage, denn vielleicht wird unser Heißhunger auch durch das reiche Angebot an Muscheln geschürt, das der Fischhändler unseres Vertrauens momentan vorrätig hat.
Wenn möglich, entscheiden wir uns für Muscheln mit MSC Siegel, das uns anzeigt, dass sie aus einer Muschelzucht stammen, die sich der nachhaltigen Fischerei verpflichtet haben.

Interessanter Weise wurde der MSC - das ist die gemeinnützige Organisation, die dieses Siegel vergibt - von einem globalen Konsumgüterkonzern gemeinsam mit dem WWF gegründet. Und das noch lange bevor das Thema Nachhaltigkeit eine derartig hohen Stellenwert wie heute hatte!

Doch zurück zum Thema und das lautet heute: Pasta mit Miesmuscheln. Schnell gemacht, ganz besonders lecker. Nennt man wohl ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis!



Rezept für zwei Personen

1 kg Miesmuscheln
1 Möhre, geschält und in kleine Würfel geschnitten
1 Zwiebel in dünnen Ringen
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 Schnapsglas Pernod
1 Glas Weißwein
250 g Pasta (bei uns Spaghetti)
Butter

Zubereitung
Zunächst die Muscheln verlesen und putzen. Hierfür schütte ich sie vorsichtig in eine große Schale mit kaltem Salzwasser und sortiere alle aus, die beschädigt oder sperrangelweit auf sind. Sollten sich noch Bärte oder andere Verunreinigungen an den Muscheln befinden (ist heutzutage kaum mehr der Fall) entferne ich sie natürlich. 

Das Nudelwasser aufsetzen.

In einer großen Topf die Butter zerlassen und den Knoblauch und die Zwiebel anschwitzen. Dann die Möhrenwürfel hinzugeben, ebenfalls anschwitzen. Mit Pernod ablöschen, den Weißwein hinzugießen und die Muscheln. Dann den Deckel auflegen und bei hoher Hitze dabei zuschauen (geht natürlich nur bei einem Glasdeckel), wie sich die Muscheln nach und nach öffnen. 1-2x wenden, damit alle Muscheln in den Genuss großer Hitze kommen.

Die Nudeln abschütten und zu den Muscheln geben. Umrühren, gerne noch mit Petersilie bestreuen (hatten wir dieses Mal nicht auf Tasche) und auf die Teller verteilen. 


Man kann natürlich auch, bevor man die Pasta hinzugibt, zunächst das Muschelfleisch aus den Muscheln lösen. Den Schritt sparen wir uns, wir essen dafür lieber mit Hand und Gabel. 



Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Sonntag, 20. Oktober 2013

In dieser Woche ....

... wird es  

Echt fischig

Rezepte rund um und mit Fisch. 

Fisch als Hauptgericht, Fisch bzw. Meeresfrüchte zur Pasta,
fischige Tierchen als Salat-Sensation und etwas Fischiges aus dem Ofen -
es sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein!

<O<

Samstag, 19. Oktober 2013

Freitag, 18. Oktober 2013

Tramezzini mit Thunfisch-Gorgonzola Aufstrich und Ei

Andere Länder, andere Stullen. Und wie so oft wird man in der italienischen Küche fündig, wenn man nach leckeren Variationen des Themas "belegtes Brot" fahndet. 
Die italienischen Tramezzini sind oft schon optisch kleine Meisterwerke und auch vom Geschmackserlebnis erinnert nichts an ein belegtes Brot. Unvergleichlich die Fluffigkeit des richtigen Tramezzini-Brots (die für meinen Geschmack nur unzureichend mit einem gewöhnlichen Toastbrot erzielt werden kann), das sich regelrecht um und auf den Belag schmiegt!


Ich gebe zu, dass ich an der Optik noch arbeiten könnte .... aber geschmacklich gehören diese Thunfisch-Ei Varianten zu den Lieblingen im clubzimmer!



Rezept für zwei Personen

1 Packung Tramezzini-Brot (bei uns waren das fünf Scheiben)
1 Dose Thunfisch
4 EL Gorgonzola-Majonnaise
3 hartgekochte Eier, gepellt
1 Tomate, in dünnen Scheiben
1 EL Schnittlauchröllchen

Zubereitung
Den Thunfisch abtropfen lassen, in eine Schüssel geben und mit der Gorgonzala-Majonnaise vermischen. Diese Mischung sorgfältig auf drei Tramezzini-Scheiben verstreichen.

Auf eine dieser Scheiben zwei der hartgekochten Eier legen und zwar so, dass sie mittig in der später angedachten Schnittlinie liegen (bei uns werden diese Scheiben erst quer halbiert und jedes Quadrat dann diagonal durchgeschnitten, so dass Dreiecke entstehen. Die Eier mit einer unbestrichenen Tramezzini-Scheibe bedecken, vorsichtig an allen Seiten andrücken und wie beschrieben durchschneiden.
Das dritte hartgekochte Ei mit einem Eierschneider in Scheiben schneiden und diese auf die zweite mit der Thunfisch Gorgonzola-Mischung bestrichene Scheibe verteilen und mit Schnittlauch bestreuen. Hierauf die letzte verblieben bestrichene Scheibe legen. Hier nun die Tomatenscheiben drauf verteilen, mit Pfeffer und Salz bestreuen und mit der letzten "puren" Tramezzini-Scheibe bedecken. 

Durchschneiden, losessen. Tramezzini müssen nicht sofort gegessen werden, sondern bleiben unter einem sauberen Küchentuch auch länger frisch, d.h. man kann sie gut vorbereiten.

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!














Donnerstag, 17. Oktober 2013

Stulle mit Pilzen & Rucola & pochiertem Ei



Die Lust auf eine schöne Stulle hat natürlich ganz viel mit dem Brot zu tun. Mit einem tollen Belag kann man weniger gutes Brot genießbarer machen, ein gutes Brot wird damit quasi noch veredelt. 

Glückerlicherweise gibt es in der Nähe des clubzimmers einen Bäcker - ja, einen richtigen Bäcker! Der tatsächlich noch selbst backt und nicht nur Rohlinge aufbackt. Der Unterschied zu den diversen Bäckerketten (von Supermarkt-Ware ganz zu schweigen) ist eklatant: Das Brot unseres Bäckers hat Geschmack und ist auch tatsächlich am dritten und vierten Tag noch gut. Mit Schaudern erinnere ich mich an die Ware der Bäckerketten, die schon am selben Abend steinhart und trocken ist und nach nichts schmeckt.  

Sicherlich gibt es auch wegen des guten Brots im clubzimmer öfter mal eine schöne Stulle. Jetzt, wo der Herbst einfach nicht mehr zu verleugnen ist, macht sich eine Stulle mit Pilzen richtig gut. Der Rucola mit seinem pfeffrig, würzigen Geschmack ist eine gute Ergänzung und so ein weiches Ei als Topping geht einfach immer!



Rezept für zwei Personen oder vier Stullen

Vier Scheiben Brot nach Wahl

300 g Pilze in dünne Scheiben geschnitten (bei uns waren es braune Champignons)
1 Bund Rucola, gewaschen und geschnitten
2 frische Eier (können natürlich auch vier sein)
Butter
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Balsamico Essig
Weißweinessig

Zubereitung
In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen, die Pilze und eine große Prise Salz hinzugeben und den Deckel auflegen. Bei mittlerere Hitze so lange braten, bis die Pilze viel Flüssigkeit abgegeben haben. Dann den Deckel abnehmen und bei starker Hitze so lange braten, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Mit Balsamico Essig ablöschen. Mit Pfeffer und evtl. Salz würzen und den kleingeschnittenen Rucola untermischen.

In der Zwischenzeit in einem Topf Wasser zum Kochen bringen und Weißweinessig hinzugeben. Ein Ei in einer Tasse aufschlagen. Mit einem Löffel in dem kochenenden Wasser mit kreisenden Bewegungen einen Strudel erzeugen und das Ei vorsichtig in die Mitte des Strudels gleiten lassen. Die Temperatur etwas reduzieren, so dass das Wasser nur noch siedet. Das Ei nach ca. 3-4 Minuten aus dem Wasser nehmen, abtropfen lassen und beiseite legen. Mit den nächsten Ei genauso verfahren.

Die Brotscheiben ordentlich buttern, die Pilz-Rucola Mischung darauf verteilen und obendrauf die pochierten Eier platzieren.



Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Topfbrot

Noch toller als gutes Brot ist gutes Brot, das noch warm ist. Für warmes Brot lasse ich tatsächlich so einiges stehen, dennoch habe ich es bislang in der Disziplin Brotbacken noch nicht weiter als bis zum Seepferdchen geschafft. 

Natürlich habe ich es schon öfter mal versucht - mit fertigen Backmischungen, mit Rezepten aus Blogs und Kochbüchern. Aber es wollte mir einfach nicht gelingen. 

Bis ich dieses Rezept entdeckt habe. In Yvette von Bovens Erstling "Home Made". Und wenn Yvette sagt, dass etwas idiotensicher ist, dann ist es das auch. Hier ist der Beweis. Selbstgebackenes, wohlschmeckendes, warmes Brot aus dem clubzimmer! Wo ist das Problem ...




Rezept für ein Topfbrot


425 g Mehl (bei uns Typ 405)
1/4 TL Trockenhefe
2 TL Salz
200 ml Wasser
100 ml Bier (bei uns Flensburger ;-))
1 EL Weißweinessig


Zubereitung
Alle Zutaten miteinander vermischen und zu einer Kugel formen. In eine Schüssel geben, mit Frischhaltefolie abdecken und 8-18 Stunden gehen lassen.


Zwei Stunden vor dem Backen die Teigkugel auf einer bemehlten Oberfläche durchkneten - Yvette gibt 10x an, es kann aber sicherlich auch öfter sein ...


Wieder zu einer Kugel formen und auf Backpapier in eine Schale legen und wieder mit Frischhaltefolie abdecken.


Den Backofen auf 200°C vorheizen, dabei einen schweren Topf mit Deckel, in dem später das Brot backt, mit erwärmen.


Die Teigkugel dann mit dem Backpapier in den Topf legen, mit etwas Mehl bestäuben und den Deckel auflegen.


Die Temperatur auf 175 °C reduzieren und das Brot für 30 Minuten backen. Dann den Deckel abnehmen und weitere 20 Minuten backen.


Heraus kommt ein wundervoll fluffiges, aromatisches Brot, garantiert!



Und da Zorra heute den 8. World Bread Day feiert und hierfür gerne 365 Rezepte sammeln würde, möchte ich mein kleines, einfaches Anfängerbrot gerne in aller Bescheidenheit zu diesem Event einreichen.


World Bread Day 2013 - 8th edition! Bake loaf of bread on October 16 and blog about it!



Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Dienstag, 15. Oktober 2013

Stulle mit Forelle & Apfel

Das Mittagessen im clubzimmer ist Frühstück und Lunch in einem. Und je nachdem, was im clubzimmer noch zu tun ist, fällt das mal mehr, mal weniger aufwendig aus. 
Diese Stulle ist zwar kein Ratz-Fatz-Essen, benötigt aber auch nicht übermäßig viel Zeit für die Zubereitung. 

Die Idee hierfür stammt aus dem "Home Made Sommer" von Yvette van Boven. Ein Kochbuch, das mir wie sein Vorgänger "Home Made", sehr ans Herz gewachsen ist und das ich in der Kochbuchsammlung des clubzimmers nicht mehr missen möchte. 

Eigentlich ist es ein Forellencocktail, zu dem man Brot ist, im clubzimmer wurde hieraus kurzerhand eine feine Stulle!



Rezept für zwei Personen (oder 6 Stullen)

6 Scheiben Brot
Schnittlauchröllchen

Forellencocktail
3 Handvoll Friseesalat, gewaschen und zerkleinert
2 große geräucherte Forellenfilets, zerkleinert
1 Apfel in feinen Scheiben (mit Schale)
Saft 1/2 Zitrone

Dressing
4 EL Majonnaise nach diesem Rezept (ohne Kurkuma)
3 EL Buttermilch
1 EL Meerrettich
2 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer

Zubereitung
Alle Zutaten für das Forellencocktail miteinander vermengen.

In einer kleinen Schüssel die Zutaten für das Dressing verrühren, das Olivenöl zum Schluss in einem dünnen Strahl dazugießen, dabei kräftig rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und dann zu dem Cocktail geben.

Alles gut miteinander vermischen, auf die Brote verteilen und mit Schnittlauchröllchen bestreuen. 

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer


(Quelle: "Home Made Sommer" von Yvette van Boven, Dumont Verlag)

Montag, 14. Oktober 2013

Sandwich Tuna

Der pure Luxus. Manchmal darf er sein. Nein, manchmal muss er einfach sein. Das Leben besteht ja schließlich nicht nur aus vernünftig sein, oder? 

Vernünftiger wäre es sicherlich, auf den Verzehr von Thunfisch zu verzichten. Aber er schmeckt so gut ... wir beruhigen unser schlechtes Gewissen damit, dass wir es uns jedesmal gut überlegen, ob es wirklich ein Stück Thunfisch sein muss und wenn ja, dass wir ihn ganz bewußt und ganz besonders geniesen.

Und jetzt war es mal wieder soweit. Ein ordentliches Stück Thunfisch landete im Kühlschrank des clubzimmers, ausreichend für mehrere Mahlzeiten. 

Die Thunfisch-Sause eröffnen wir mit einem Sandwich De Luxe: Kurz angebratener Thunfisch auf einer Dill-Gurken Majonnaise, mit Salat, Tomate und einem Spiegelei. Möchte jetzt noch jemand vernünftig sein?



Rezept für vier Sandwiches

8 Scheiben Toastbrot
2 große Scheiben frischen Thunfisch
4 Salatblätter
2 grüne Tomaten
4 Eier
Butter
Salz
Pfeffer

Dill-Gurken-Majonnaise
1 EL Dijon-Senf
1 Prise Salz
1 EL Weißweinessig
1 zimmerwarmes Ei
100 ml Sonnenblumenöl
 1/4 Salatgurke, geschält in kleinen Würfeln
1/2 Bund Dill
Zitronensaft
Pfeffer

Zubereitung
Zunächst die Majonnaise zubereiten. Hierfür Senf, Salz, eine Prise Salz, den Weißweinessig und das Ei in ein hohes Gefäß geben und mit einem Pürierstab kurz miteinander vermischen. Dann das Öl drauf gießen und den Pürierstab langsam von unten nach oben ziehen. Ist die Majonnaise noch zu flüssig, weiteres Öl hineinmischen (sie sollte für das Sandwich recht fest sein). Den gezupften Dill hinzugeben und in die Majonnaise pürieren. Dann die Gurkenwürfelchen untermischen, mit Zitrone und Pfeffer abschmecken.

Die Toast-Scheiben toasten.

Eine Grillpfanne stark erhitzen und den Thunfisch von beiden Seiten ca. 1 Minute anbraten. Salzen, pfeffern,  aus der Pfanne nehmen und teilen, so dass man vier gleich große Stücke hat.

Gleichzeitig in einem Stich Butter vier Spiegeleier braten (das erkläre ich jetzt nicht, oder?).

Auf vier der getoasteten Toastscheiben zunächst die Majonnaise verteilen, Salatblätter und Tomatenscheiben drauflegen, mit Salz und Pfeffer würzen, nun den Thunfisch und zur Krönung auf jedes Sandwich ein Ei. Mit einer ebenfalls getoasteten Toastscheiben bedecken und versuchen, unfallfrei zu essen!



Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer








Sonntag, 13. Oktober 2013

In dieser Woche ...

... bleibt die Küche kalt, denn im clubzimmer werden Stullen gebastelt!

Wobei das nicht ganz richtig ist, denn am Mittwoch lassen wir den Backofen sausen, um ein leckeres Brot zu backen.

Doch an den anderen Tagen belegen wir fleißig Brote, basteln Sandwiches und versuchen uns an einem italienischen Klassiker.

Eine ganze Woche 

"Stulle & Co."

°°°°°

Samstag, 12. Oktober 2013

Augenblick


Immer noch Herbst



Freitag, 11. Oktober 2013

Miso-Suppe mit Udonnudeln und Tempura

Eine Miso-Suppe so etwas wie eine Ursuppe für mich. Mit ihr begann mein Interesse an japanischer Küche, das vorher wenig ausgeprägt war. Für kalten Fisch in kaltem Reis konnte ich mich so gar nicht begeistern und mehr habe ich mit japanischem Essen nicht in Verbindung gebracht. 

Bis ich dann das erste Mal tatsächlich in einem japanischen Restaurant saß und reflexartig eine Ramen-Suppe bestellte, weil ich mir dachte "Nudelsuppe ist Nudelsuppe, das wird schon schmecken". Und wie das schmeckte - allerdings wurde mir auch klar, dass Nudelsuppe eben nicht Nudelsuppe ist ...

Eine gute Miso-Suppe ist tief und abgründig im Geschmack, so dass man in sie hinabtauchen möchte, Nudeln und Gemüse setzen Highlights, sind aber eben nicht die Hauptsache. Besonders gerne esse ich die Miso-Suppe mit selbstgemachten Udonnudeln, die dank ihrer glitschige Konsistenz wie gemacht dafür sind, den Miso-Geschmack zu vervielfältigen. Und etwas Gemüse-Tempura ist natürlich immer toll dazu - ein bisschen was Fettiges, was auch gleichzeitig noch knuspert. Um das Knuspern erleben zu können, gibt es im clubzimmer die Tempura (das Tempura?) separat zur Suppe und wird dann nach Geschmack nur kurz eingetaucht und aber portionsweise dazu gegeben.



Rezept für vier Teller

1 EL helle Miso-Paste
1 EL Mirin
1 EL Sojasauce
1 Beutelchen Dashi-Pulver
1 l Wasser
Sonnenblumenöl

Chili-Pulver
1 Bund Frühlingszwiebeln in feinen Ringen

Udonnudeln nach diesem Rezept

Champignons-Tempura
300 g braune Champignons, geputzt, ohne Stiele
1 Ei
150 ml kaltes Mineralwasser mit Kohlensäure
100 g Mehl Typ 405
Salz
Rapsöl

Zubereitung
Die Udonnudeln wie hier beschrieben vorbereiten, kochen und gut abspülen.

Für den Tempurateig das Ei mit dem Mineralwasser verquirlen und das Mehl und Salz einrühren. Für 20 min in den Kühlschrank stellen.

Für die Suppe etwas Sonnenblumenöl in einem Topf erhitzen, die Miso-Paste darin kurz erwärmen und dann das Mirin und die Sojasauce hinzugeben. Mit Wasser und dem Dashi-Pulver aufgießen und kurz aufkochen lassen.

In einem Wok oder tiefen Topf Rapsöl erhitzen (genug, dass Champignons darin schwimmen können), wenn das Öl richtig heiß ist (dann bilden sich an einem Holzlöffel, den man hineinhält, kleine Bläschen) die erste Portion Champignons im Tempurateig wenden und in das Öl geben. Von allen Seiten ausbacken, bis sie goldbraun sind. Auf einem Küchenpapier abtropfen lassen, während die nächste Portion Champignons im Fett schwimmt. 

Wenn alle Champignons fertig sind, Udonnudeln in zwei Schälchen geben, mit Miso-Suppe auffüllen und je nach Geschmack  Tempura, Frühlingszwiebeln und Chili-Pulver hinzugeben.


Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Mohinga

Mingalaba - "Möge Segen über Dich kommen" - so wird man in Myanmar begrüßt. Dieses wunderbare Land in Südostasien zwischen Thailand, Lhaos, Indien, China und Bangladesch stand seit 1962 unter einem rigidem Militärregime, bis 2011 ein "ziviler" Präsident als Staatsoberhaupt eingesetzt wurde.

Seitdem sind wir nicht mehr dort gewesen, das heißt wir haben uns auch noch nicht mit eigenen Augen davon überzeugen können, was die Öffnung nach Westen für die Birmesen bedeutet und welche Ausmaße der Tourismus inzwischen angenommen hat. 

Aber wir werden bestimmt wiederkehren, denn selten hat uns ein Land so berührt wie eben Birma. Die Menschen, die Kultur, die Landschaft, das Licht, das Klima - alles sehr besonders und wohltuend. 

Was die Küche angeht, so spürt man vor allen Dingen den starken Einfluss der benachbarten Länder, eine typisch birmesische Küche ist wenig präsent und wenn dann nicht annähernd so eingängig und überzeugend wie beispielsweise die thailändische. 

Selbstverständlich gibt es aber auch die typisch birmesischen Gerichte, die alleine schon eine Reise wert sind. Eines davon ist definitiv die Mohinga. 

Mohinga ist eine Fischsuppe, die zum Frühstück serviert wird und die Körper und Geist für den Tag stärkt. Mohinga ist so individuell wie ihre Köche und diejenigen, die sich an ihr laben. Die allerbeste Mohinga - und das ist natürlich ein ganz subjetives Urteil - serviert im Pan Sea in Yangon, ein wunderschönes Hotel im Kolonialstil, in dem es sich hervorragend leben lässt. 

An diese Mohinga reichen wir natürlich nicht heran, aber wir waren fast sprachlos, wie gut unsere Mohinga gelungen ist - sie schmeckt tatsächlich nach Birma!


Rezept für 4-6 Teller

1 frische Forelle (oder ein anderer Süßwasserfisch)
2 Stengel Zitronengras
2 Knoblauchzehen
4 Schalotten
2 cm Ingwer
3 EL ungesalzene Erdnüsse
3 EL ungekochten Reis
1/2 TL Kurkuma
2 getrocknete Chilis
Fischsauce

100 g Reisnudeln
Koriander
Hartgekochte Eier 
Limetten

Zubereitung

Zunächst die Fischbrühe vorbereiten. Hierfür den Fisch abspülen, abtrocknen und in einen Bräter oder eine Pfanne mit hohem Rand legen.

Von einem Stängel Zitronengras das untere und obere Ende abschneiden und mit dem Rücken eines großen Messers platt drücken. Eine Knoblauchzehen schälen und ebenfalls platt drücken. Beides zu dem Fisch geben und den Bräter/die Pfanne mit kaltem Wasser auffüllen, so dass der Fisch bedeckt ist.
Zum Kochen bringen und ca. 15 Minuten bei niedriger Temperatur sieden lassen.

In der Zwischenzeit die Würzpaste herstellen. Hierfür vom restlichen Stängel Zitronengras wieder beide Enden abschneide, die äußere Hülle entfernen und längs vierteln. Dann quer in feine Streifen schneiden. Den Ingwer, zwei Schalotten, den restlichen Knoblauch schälen und fein hacken. Zusammen mit dem Zitronengras und den beiden trockenen Chilis in einem Mörser zu einer Paste verarbeiten, eventuell etwas Wasser hinzufügen.

Den Reis in einer Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten. Im Mörser fein mahlen. Das Gleiche mit den Erdnüssen, erst anrösten, dann zermahlen. 

Den Fisch nach 15 Minuten herausnehmen, die Brühe durch ein Sieb gießen und  beiseite stellen. Das Fischfleisch von der Haut und den Gräten lösen.

In einem Topf etwas Sonnenblumenöl erhitzen und die Würzpaste und Kurkuma erhitzen, bis es herrlich duftet. Dann das Fischfleisch hinzugeben und vorsichtig umrühren, so dass es komplett von der Würzpaste bedeckt ist. Bei schwacher Hitze ca. 5 Minuten ziehen lassen, dann die gemahlenen Erdnüsse, den gemahlenen Reis und die restlichen zwei Schalotten, geschält und in Ringe geschnitten, hinzugeben. Umrühren, dann die Brühe auffüllen.

Mit ordentlich Fischsauce würzen und 20 Minuten bei schwacher Hitze sanft kochen. 

Die Reisnudeln mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten garen lassen.

Das endgültige Finish der Suppe stellt jeder am Tisch nach seinem Gusto her. Für uns gehören Reisnudeln, hartgekochte Eier, viel Koriander und Limettensaft in eine Mohinga, gerne auch noch etwas extra Chili-Pulver.




Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer"

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Griechische Linsensuppe

Linsen stehen im clubzimmer hoch im Kurs, kein Wunder bei einem schwäbischen Clubchef! 

Diese Suppe habe ich vor geraumer Zeit auf einem Blog entdeckt (mea culpa, ich weiß nicht mehr wo, sollte jemand "seine" Suppe erkennen, so sagt mir bitte Bescheid!) und war total angefixt von der Idee, Linsen und Zimt zu kombinieren. 

Zimt ist für mich ein Gewürz, von dem ich eigentlich gar nicht genug bekommen kann, das aber nur sehr selten im clubzimmer zum Einsatz kommt, da wir kaum etwas Süßes essen. So warten die schönen Zimtstangen auf die strengen Wintertage, an denen sie dann im Glühwein versenkt werden. 

Und die Kombination Linsen und Zimt überzeugt auf ganzer Linie, so dass sich diese Linsensuppe zu einem unserer Lieblinge gemausert hat!



Rezept für 4-6 Teller

1 Knoblauchzehe, klein gehackt
1 Zwiebel in kleinen Würfeln
1 Möhre in kleinen Würfeln
2 Zimtstangen
350 g Tellerlinsen
1 Dose Tomaten
Olivenöl
Salz 
Pfeffer

Marinade
1 gehackte Knoblauchzehe
2 Lorbeerblätter
6 EL Rotweinessig 
Thymian

Zubereitung
Alle Zutaten für die Marinade miteinander vermischen und beiseite stellen.

Dann die Zwiebel und den Knoblauch in reichlich Olivenöl anschwitzen, die Möhre hinzugeben und für 2-3 Minuten mit anbraten. Anschließend die Linsen und die Zimtstangen hinzugeben, gut umrühren, so dass sich das Olivenöl um sie legt, die Tomaten dazu schütten und mit heißem Wasser aufgießen (sollte ca. 5 c. über den Linsen stehen). 

Für mindestens 30 Minuten leise köcheln lassen, dann mit Salz und Pfeffer würzen.

Auf Teller verteilen und etwas von der Marinade auf jeden Teller geben.

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Dienstag, 8. Oktober 2013

Borlotti-Bohnensuppe mit Pasta

Die Tage werden kürzer, das Wetter schlechter, es verlangt einen nach warmen, sättigenden Speisen und nicht mehr nach leichten Salaten.

Es war ja klar, dass das kommen musste. Hatte ich es nicht schon vorher gesagt, dass meine Lust auf Salat sicherlich bald enden wird? Jetzt ist es soweit, die erste Suppe des Herbstes musste gekocht werden.
Die Wahl fiel auf diese Borlotti-Bohnen Suppe, die dank der vielen Gewürze einen sehr tiefen, aromatischen Geschmack besitzt. Die Pasta als Beigabe sättigen natürlich noch einmal mehr. 

Leider kann die fertige Suppe optisch nicht einmal annähernd mit dem Aussehen der getrockneten, ungekochten Borlotti-Bohnen mithalten, die ja wirklich ein Pracht sind. 

Diese Suppe ist das eher nicht, aber es kommt ja vor allen Dingen auf den Geschmack und nicht auf das Aussehen an, oder?



Rezept für zwei Personen

400 g getrocknete Borlotti-Bohnen, über Nacht in kaltem Wasser eingeweicht
1 Handvoll frischen Salbei
4 Zweige frischer Rosmarin
1 Knoblauchzehe in feinen Scheiben
1 große Kartoffeln in kleinen Würfeln
Olivenöl
Salz
Pfeffer
100 g Pasta

Zubereitung
Das Einweichwasser abgießen, die Borlotti-Bohnen in einen Topf mit reichlich kaltem Wasser schütten und aufsetzen. Bei schwacher Hitze so lange kochen, bis die Bohnen weich sind. Das dauert mindestens 45 Minuten.

Die Kräuter klein hacken und in etwas Olivenöl gemeinsam mit dem Knoblauch ca. 5 Minuten anschwitzen. Dann die Kartoffelwürfel hinzugeben und weitere zwei Minuten anbraten (dabei öfter rühren, die Kartoffeln setzen gerne an). Nun die Bohnen und ca. 1 L warmes Wasser hinzugeben und zum kochen bringen. Die Suppe nun mindestens 20 Minuten leise kochen lassen. In der Zwischenzeit die Pasta nach Anweisung kochen.

Dann den größten Teil der Suppe in einen Standmixer geben (vorher etwas abkühlen lassen) und pürieren. Wieder zu dem Rest im Topf geben, noch einmal gemeinsam kurz erwärmen und mit Salz und Pfeffer würzen. 

Auf Teller geben, etwas Pasta hinzu und nach Geschmack mit Olivenöl und/oder Balsamico-Essig beträufeln.




Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Montag, 7. Oktober 2013

Minestrone

Minestrone - klassischer geht´s kaum. Und einfacher auch nicht. Oder?

Dank des "oder´s" landet diese Minestrone heute auf dem Speiseplan im clubzimmer. Denn ich war lange Zeit der Überzeugung, dass etwas klein geschnittenes Gemüse in Gemüsebrühe eine leckere Minestrone ergibt. 

Mitnichten, wie ich heute finde. Eine richtig gute Minestrone kommt erst dann heraus, wenn jedem Gemüse sein Eigengeschmack herausgekitzelt wird und man dann ganz viel Zeit und Muße mitbringt, um die Solisten zu einem wunderbar harmonisch agierenden Orchester zusammen zu kochen.  Und natürlich braucht es dazu keine Gemüsebrühe, nicht einmal - bis auf Salz - Gewürze. Die Augen geöffnet hat mir  - mal wieder - Marcella Hazan, in deren "Bibel" selbstverständlich eine Minestrone nicht fehlen darf.

In unserer Minestrone landet immer das, was gerade Saison hat bzw. was sich in unserem Kühlschrank noch so findet. Unser Ehrgeiz ist es, mindestens sieben verschiedene Gemüse zu verwenden - drunter gildet nicht!



Rezept für 6-8 Teller

3 weiße Zwiebeln in dünnen Ringen
1 große Mohrrübe in kleinen Würfeln
2 Stangen Sellerie in kleinen Würfeln
1 Fenchel in kleinen Stücken
300 g grüne Bohnen in kleinen Stücken
3 Zucchini in kleinen Würfeln
4 Kartoffeln in kleinen Würfeln
1 Dose Tomaten

Butter
Olivenöl
Salz

1 Handvoll Pecorino
1 Handvoll Ricotta Salata

Zubereitung
In einem großen Topf ein ordentlichen Stich Butter und Olivenöl erhitzen. Die Zwiebelringe hineingeben, salzen und bei aufgelegtem Deckel bei geringer Temperatur so lange garen, bis sie schön weich geworden sind.

Dann werden die Gemüse nacheinander darin angebraten - ein bisschen wie "ich packe meinen Koffer", denn es kommt immer ein Gemüse hinzu. Laut Marcella ist hierbei auch die Reihenfolge wichtig, denn man beginnt mit den besonders harten Gemüsesorten. Jedes Gemüse wird bei mittlerer Temperatur 2-3 Minuten angebraten, bis das nächste hinzukommt. Dabei jeweils nur 1-2 umrühren. Bei uns kam erst die Möhre, dann Sellerie und Fenchel, die Bohnen, Zucchini und die Kartoffeln. 

Wenn alles schön angebraten zusammen im Topf schmurgelt, mit ca. 1,5 l Wasser aufgießen und eine Handvoll Salz sowie die Dose Tomaten hinzugeben. Die Minestrone nun bei aufgelegtem Deckel und schwacher Hitze für mindestens zwei Stunden köcheln lassen. 

Vor dem Servieren mit Salz abschmecken und den Käse hinzufügen (normalerweise nehmen wir Parmesan, heute hatten wir Lust auf diese Kombination). 


Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!