Montag, 5. Dezember 2016

Waldorfsalat


Gaaaaaaaaaanz langsam schleicht sich auch ins clubzimmer die Weihnachtszeit ein, man kann ihr ja schließlich kaum entkommen, wenn man nicht als Eremit auf dem Berg wohnt. 

Allerdings fange ich immer noch nicht an, Weihnachtsplätzchen zu backen und aus Gründen auch nicht, Weihnachtsganzrezepte auszuprobieren, sondern begegne der süßen Völlerei mit knackigen, frischen Salaten. 

Dieses hier ist eine vegetarische Variante des Klassikers, die ich in dem neuesten Ableger der Vegetarisch-Reihe von Katharina Seiser gefunden habe, im "USA vegetarisch" aus dem Brandstätter Verlag von Oliver Trific und Katharina Seiser. Übrigens bei weitem nicht das einzige Rezepte, das spontan mit einem Nachkoch-Post It versehen wurde - also falls Ihr nach Weihnachtsgeschenken für Kochfans oder USA-Liebhaber sucht!

Rezept für zwei Personen

100g Blattsalat
4 Stängel Sellerie in dünnen Scheiben
1/2 Granny Smith in kleinen Würfeln
1 Handvoll Walnüsse
100ml Saure Sahne
Saft 1/2 Limone
Salz
Pfeffer
Olivenöl

Zubereitung
1) Blattsalat, Sellerie und den Apfel in eine Schüssel geben, die Saure Sahne mit dem Limonensaft und etwas Olivenöl verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen
2) Das Dressing vorsichtig unter den Salat heben und mit den Walnüssen toppen

Easy, oder?!

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer!

Montag, 28. November 2016

PakChoi & Zuckererbsen-Eierpfanne


Wenn man dem dunklen November entfliehen darf, um Sonne und Licht in Asien zu tanken, dann ist die Wiederkehr schon ein wenig unwirklich. Dass ein Himmel tatsächlich so grau sein kann?! Und es reicht nicht mehr, Short & Tanktop überzuwerfen, sondern man braucht das ganze Programm inklusive Mütze und Wollsocke?! Man diskutiert jetzt Plätzchenrezepten und Festtagsprogramme , spricht aber nicht mehr über den Barracuda vom Barbeque?!

Nun gut. 

Ich versuche einfach, ein wenig Sonne und Leichtigkeit in diesem winterlichen Alltag zu bewahren. Und wenn ich am Herd stehe, bekommt alles unweigerlich einen kleinen asiatischen Twist. Diese Pfanne ist eine klassische Restepfanne. Noch ein paar Laugenstangen vom Vortag, PakChoi und Zuckererbsen, die mal dringend aus dem Kühlschrank befreit werden mussten. Eier gibt es immer und die feine Chili-Soja-Sauce entstand dazu in letzter Minute. 

Rezept für zwei Personen

Butter
2 Laugenstangen in Scheiben
2 PakChoi, klein geschnitten
50g Zuckerschoten, halbiert
4 Eier

1 Chili in feinen Ringen
1 EL Reisessig
2 EL Soja
1 TL brauner Zucker

Zubereitung
1) In einer großen Pfanne die Butter zerlassen und die Laugenscheiben von beiden Seiten etwas anrösten. Dann das Gemüse hinzugeben und etwas anbraten, bis es anfängt, weich zu werden
2) Die Eier in die Pfanne schlagen, den Deckel auflegen und bei niedriger Hitze garen, bis die Eier gestockt sind
4) In einer kleinen Pfanne Chili, Reisessig, Soja und Zucker einkochen und über die fertige Eierpfanne geben

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer!

Sonntag, 27. November 2016

Auszeit

Schön war es. Gut tat es. 










Montag, 14. November 2016

Auberginen-Mozzarella Kuchen


Jeder Foodblogger kennt diese Krux: Da ist Dir mal so richtig was Feines/Neues/Unglaubliches/Nie Dagewesenes gelungen und das Photo, das Du davon machst ist Murks  nix. 

Ich werde jedenfalls für das Photo von dem Auberginen-Mozzarella Kuchen keinen verteidigenden Atemzug verschwenden. 
Sondern einfach darauf vertrauen, dass Ihr mir vertraut: Dieser Kuchen ist verflucht so richtig lecker!

Und das Spannende an ihm ist, dass er mit wirklich wenig Fett und Mehl auskommt. Wie alle Rezepte aus dem Buch "Kuchen (fast) ohne Teig" von Christelle Huet-Gomez. (Die übrigens auch alle auf den Photos auch sehr gut aussehen, grummel). 
Ein ziemlich genial einfaches Prinzip, das für herzhafte und süße Kuchen gleichermaßen funktioniert. 

Im clubzimmer gab es zum Auftakt diesen Auberginenkuchen, der einer der vergleichsweise aufwendigsten Kuchen dieses Buches ist, weil die Auberginenscheiben vorab angebraten werden müssen. Doch das lohnt sich - wie sich ja Mühe beim Kochen fast immer lohnt!

Rezept für eine kleine Kastenform

1 Zwiebel, klein gehackt
2 Auberginen
1 EL+ 30ml Olivenöl
2 Eier
Salz
Pfeffer
80g Mehl
100 ml Milch
250g Mozzarella

Butter

Zubereitung
1) Den Ofen auf 180°C (Unter- und Oberhitze) vorheizen. Zunächst von den Auberginen einige dünne, runde Scheiben quer abschneiden und beiseite legen. Die restlichen Auberginen der Länge nach in ca. 2mm dünne Scheiben schneiden
2) Die Zwiebeln in einer Pfanne mit 1 EL Olivenöl langsam anbraten und herausnehmen. Dann die Scheiben nacheinander von beiden Seiten anbraten und auf Küchenpapier abtropfen lassen
3) Die Eier mit dem restlichen Olivenöl aufschlagen, das Mehl unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Dann den Teig nach und nach mit der Milch verdünnen. Die gebratenen Zwiebeln und Auberginen unterheben
4) Die Kastenform gut ausbuttern und die Hälfte des Teigs einfüllen und mit dem Mozzarella bedecken. Den restlichen Teig auffüllen und mit den rohen Auberginenscheiben bedecken. Für ca. 1 Stunde backen. Etwas abkühlen lassen und dann aus der Form stürzen. 

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer!

Montag, 7. November 2016

Kürbiskernpesto


Nein, Kürbiskernpesto ist nun wirklich nicht der neueste, hippste Kram, der von der Gemeinde durchs Dorf getrieben wird und auch gewiss nicht kompliziert zuzubereiten, weshalb man dafür einen Sternchen ans Krönchen bekommt. 

Aber es ist ein Pesto, das herrlich nussig und kräftig schmeckt, deshalb gut zu diesem November-Grau passt und auf alle Fälle einen Platz auf der clubzimmer Speisekarte erhalten soll. 

Violá!

Zutaten

100g geröstete Kürbiskerne
50g geriebener Parmesan
1 Bund Basilikum
Knoblauch
Salz
Pfeffer
1 EL Balsamico-Essig
Olivenöl 

Zubereitung? Na ja, Pesto eben. Kürbiskerne, Parmesan und Basilikum, sowie Knoblauch nach Wahl in ein hohes Gefäß geben, schon mal eine ordentliche Prise Salz und Olivenöl dazu und mit dem Stabmixe zügig zu einer homogenen Paste verarbeiten. Dabei solange Olivenöl hinzugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Pfeffer und Essig abschmecken. 
Zu Pasta, Kartoffeln, auf Wraps, Brot oder in die Kartoffelsuppe - eigentlich geht es immer!

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Montag, 31. Oktober 2016

Fenchel- Kartoffelgratin


Irgendwie ist der Abschied vom Sommer mit der Zeitumstellung amtlich. Es nutzt kein Jammern mehr, sondern es gilt vielmehr nach vorne zu schauen. Noch maximal sechs Monate, dann wird es wieder warm ....

Immerhin scheint dieser Sommer-Katzenjammer vor allen Dingen eine Kopfsache zu sein. Denn der Körper sendet Appetit auf winterliches Soulfood, deftigeres, wärmeres Essen, als das, nach dem ihm im Sommer verlangt. 

Dieser Gratin eignet sich ganz hervorragend dazu, so einen herbstlichen Abend passend einzuläuten. Er ist sehr pur und kommt, anders als herkömmliche Gratins, ganz ohne Sahne und Eier aus. Aber natürlich nicht ohne Käse. Frisch geriebener Pecorino und eine ordentliche Portion Semmelbrösel sorgen für einen höchst anständigen Käsecrunch.

Rezept für zwei Personen
(als Hauptgang)

Olivenöl
Rosmarinzweige

5 Kartoffeln
2 große Fenchel

Salz
Pfeffer

1 große Handvoll frisch geriebener Pecorino
Semmelbrösel

Zubereitung
1) Den Ofen auf 180°C (Umluft). Eine Auflaufform mit 2-3 Esslöffeln Olivenöl und ein paar Rosmarinzweigen im Ofen mit warm werden lassen
2) Die Kartoffeln schälen und in 1cm breite Scheiben schneiden, den Fenchel ebenfalls in dünne Scheiben hobeln. Einen großen Topf mit Wasser erhitzen, die Kartoffelscheiben darin für 8 Minuten kochen, nach 4 Minuten den Fenchel mit hinzugeben. Abschütten und gut ausdampfen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen
3) Kartoffeln und Fenchel in die Auflaufform geben und mit dem Pecorino und etwas Semmelbrösel bedecken. Für 25-30 Minuten im Ofen backen

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Montag, 24. Oktober 2016

Sauerteigbrot - San Francisco Sourdough Style Bread

 

Ich würde mich ja immer noch nicht als Bäckerin bezeichnen, aber immerhin gehen mir inzwischen so einige Brote leicht von der Hand und gelingen tatsächlich. 
Und solche Erfolge beflügeln natürlich und machen Mut für neue Herausforderungen. 

Bislang habe ich um alles, was mit Sauerteig zu tun hat, einen etwas größeren Bogen gemacht. Zu mysteriös erschien mir diese Angelegenheit. Und außerdem viel zu langwierig. Wenn ich Lust auf Brot habe, dann ist es ja schon genug, einen Tag auf den Teig zu warten, aber mehrere Tage im voraus diesen Appetit planen - schwierig. 

Und damit war schon lange klar, dass es ein Sauerteigbrot die nächste Herausforderung sein wird, die mich in punkto Brot reizt. Und als ich dann den neuesten Band der Vegetarisch Reihe von Katharina Seiser in den Händen hielt, fühlte ich mich gewappnet. Denn neben einer großen Zahl spannender und sich sehr lecker anhörender Rezepte gibt es in diesem fünften Band der Reihe, in der sich Oliver Trific der Küche der USA angenommen hat, ein Rezept für ein einfaches (!) Sauerteigbrot. 

Und es spricht für dieses Kochbuch, dass dieses Brot tatsächlich gelingt - schon im ersten Anlauf! Und es ist wunderbar fluffig und saftig, so dass es gewiss nicht beim einmaligen Ausprobieren bleiben wird. Allerdings werde ich beim nächsten Mal nur ein Laib backen, denn zwei sind zweier eindeutig zuviel!

Rezept für zwei Laibe

Vorteig
500g Mehl Typ 550
1/2 Pkg. Trockenhefe (3,5g)
535 ml Wasser
Öl

Hauptteig
1 kg Mehl Typ 550
450g Vorteig
22g Salz
1/2 Pkg Trockenhefe (3,5g)
560ml Wasser

Zubereitung
1) Mindestens vier Tage vor dem geplanten Backtag den Vorteig ansetzen. Hierfür alles Zutaten gründlich verrühren und in ein großes, verschließbares Gefäß geben. Für 3 Tage im Kühlschrank gehen lassen
2) Am Vorabend alle Zutaten für den Hauptteig in eine Rührschüssel geben und 10 Minuten bei mittlerer Gewindigkeit kneten. Meine Küchenmaschine hat diese Menge nicht auf ein Mal geschafft, ich musste das in zwei Portionen erledigen. Eine große (wirklich große!!) Schüssel mit Öl ausstreichen und den Teig hineingeben. Mit Frischhaltefolie abdecken und eine Nacht im Kühlschrank gehen lassen
3) Am nächsten Tag aus dem Kühlschrank nehmen und kurz auf einer bemehlten Arbeitsfläche durchkneten. Noch einmal in die Schüssel geben, wieder abdecken und erneut zwei Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen
4) Den Teig halbieren, zu Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Mit etwas Mehl bestäuben, mit einem Küchentuch bedecken und 40 Minuten gehen lassen
5) Den Ofen auf 250°C (Unter- und Oberhitze) vorheizen. Eine Schüssel mit etwas Wasser auf den Boden des Ofens stellen und das Brot auf der untersten Schiene des Backofens für 20 Minuten bei 190°C backen. Dann die Temperatur auf 170°C reduzieren und weitere 30-35 Minuten backen, bis es goldbraun ist und hohl klingt. Vom Blech nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!